Montag: Auf der Energieausstellung 2026 in Ägypten haben Ägypten und Zypern gemeinsam ein Rahmenabkommen zur Erdgas-Zusammenarbeit unterzeichnet. Diese unverbindliche Vereinbarung soll die Grundlage für künftige Verhandlungen zwischen beiden Ländern über die Erschließung und Nutzung der Erdgasreserven Zyperns schaffen.
Ein Sprecher des zypriotischen Präsidialamtes wies darauf hin, dass das Abkommen Konsultationen zwischen beiden Seiten über den Verkauf von Erdgas aus den Offshore-Gasfeldern Kronos und Aphrodite Zyperns nach Ägypten oder an ägyptische Staatsunternehmen fördern wird. Ein zypriotischer Regierungsbeamter fügte hinzu, dass voraussichtlich bereits 2027 oder 2028 mit der Gasförderung aus dem Kronos-Feld begonnen werden könnte.
Im vergangenen Jahr hatten Ägypten und Zypern bereits ein Abkommen unterzeichnet, das den Export von Erdgas aus zypriotischen Offshore-Feldern nach Ägypten zur Verflüssigung und anschließenden Reexport in den europäischen Markt ermöglicht. Dieser Schritt trägt dazu bei, die strategische Position der östlichen Mittelmeerregion als Energie-Drehscheibe zu stärken und den aktuellen Herausforderungen auf den Energiemärkten zu begegnen.
Ägypten steht im Energiesektor unter gewissem Druck, da seine Brennstoffversorgung teilweise von Importen abhängig ist. Jüngste Störungen bei der Öl- und Gasproduktion sowie im Handel im Nahen Osten haben zu einem deutlichen Kostenanstieg geführt. Um dieser Situation zu begegnen, hat die ägyptische Regierung mehrere Maßnahmen ergriffen, darunter die Anpassung von Kraftstoffpreisen und öffentlichen Verkehrstarifen, die Einführung von Heimarbeit sowie die Vorgabe, dass die meisten Geschäfte an fünf Tagen pro Woche bis 21 Uhr schließen müssen.









