de.wedoany.com-Bericht: Im Mai 2026 kündigte die Ungarische Staatsbahn MÁV an, den saisonalen „Retro-Istrien-Express" als Nachtzugverbindung im Sommer 2026 wieder aufzunehmen. Der Zug soll vom 26. Juni bis zum 30. August 2026 täglich verkehren und vom Budapester Ostbahnhof aus mehrere Küstenziele in Slowenien und Kroatien anbinden.
Der Nachtzug verlässt den Budapester Ostbahnhof am Abend und erreicht am nächsten Vormittag die Region an der Adriaküste. Zu den direkten Zielen gehören die slowenische Hauptstadt Ljubljana, die Hafenstadt Koper sowie Rijeka und Opatija in Kroatien. Reisende können zudem nach Pula, Triest und auf die Insel Krk umsteigen. Der Zug setzt auf Lokomotiven und Waggons aus den 1970er und 1980er Jahren, deren Innenausstattung weitgehend im Originalzustand erhalten ist. An Bord werden verschiedene Unterkunftskategorien angeboten: die günstigsten Sitzwagen mit sechs bis acht Plätzen, Liegewagen mit vier bis sechs Plätzen sowie Schlafwagenabteile für ein bis drei Personen, die mit gemachten Betten, Hygieneartikeln, Mineralwasser und einem einfachen Frühstück ausgestattet sind.
Bei den Fahrpreisen beginnen die günstigsten START Europa-Tickets für die Strecke nach Ljubljana bei 16 Euro, nach Koper und Postojna ab 20 Euro sowie nach Rijeka und Pula ab 25 Euro. Für Kinder gilt ein einheitlicher Fahrpreis von 5 Euro. Der Sitzplatzreservierungszuschlag beträgt 3 Euro, ein Liegeplatz ist ab 14 Euro und ein Schlafwagenabteil ab 27 Euro erhältlich. Fahrkarten können über die MÁV-Website oder an internationalen Fahrkartenschaltern erworben werden.
Vor dem Hintergrund der Renaissance der europäischen Nachtzüge verfolgt MÁV eine andere Betriebsstrategie als die Österreichischen Bundesbahnen ÖBB mit ihren hochwertigen Nightjet-Verbindungen. Während letztere mit modernen Waggons große europäische Städte bedienen und höhere Fahrpreise verlangen, konzentriert sich MÁV auf preisbewussten Tourismus und nostalgische Erlebnisse und tritt mit seinen niedrigen Tarifen direkt in Konkurrenz zu Fernbussen. Durch die Nutzung vorhandener älterer, aber einsatzfähiger Fahrzeuge kann MÁV ohne große Kapitalinvestitionen die saisonale Nachfrage bedienen und traditionelle Bahnressourcen in touristische Streckenangebote umwandeln.
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