de.wedoany.com-Bericht: Die zum russischen Staatskonzern Rosatom gehörende Gesellschaft für Automatisierungssteuerungssysteme (RASU, russische Vollform: Rosatom Avtomatizirovannie Systemi Upravleniya) hat ihr Operator-Informationsunterstützungssystem (SIPO, russische Vollform: Sistemu Informatsionnoi Podderzhki Operatora) in das automatisierte Prozessleitsystem von Block 1 des Kernkraftwerks Rooppur in Bangladesch integriert. Dies ist der erste Einsatz von SIPO in einer kerntechnischen Anlage außerhalb Russlands. Das System wird dem Personal des Kernkraftwerks Rooppur helfen, die Betriebsparameter der Blöcke zu überwachen und die Effizienz des Kraftwerksbetriebs zu steigern.

Das SIPO-System soll das Personal bei der Überwachung von Zehntausenden von Betriebsparametern der Blöcke unterstützen, den Systemzustand analysieren, die Informationsdarstellung optimieren und die Entscheidungsfindung der Operatoren fördern. Das System wurde zuvor im russischen Kernkraftwerk Nowoworonesch (Novovoronezh NPP) pilotiert und im Block 1 des Kernkraftwerks Kursk-II (Kursk-II NPP) in den regulären Betrieb genommen.
Der RASU-Generaldirektor Andrey Butko erklärte, das SIPO-System sei ein Helfer für das Betriebspersonal des ersten Kernkraftwerks in Bangladesch und trage zu effizientem und souveränem Arbeiten in allen Betriebsphasen bei. Der Direktor des Kernkraftwerks Rooppur, Dr. Muhammad Kabir Hossain, wies darauf hin, dass dieses Kernkraftwerk ein strategisches Energieprojekt Bangladeschs sei, das nicht nur moderne Reaktortechnologie, sondern auch fortschrittliche digitale Lösungen zur Verbesserung der Betriebskultur und der Personaleffizienz einsetze. Das SIPO-System werde ein zusätzliches Unterstützungswerkzeug für die Operatoren des ersten Kernkraftwerks des Landes sein.
Das Kernkraftwerk Rooppur liegt am Ostufer des Ganges im Distrikt Pabna in Bangladesch, etwa 160 Kilometer nordwestlich von Dhaka. Es wird von Rosatom errichtet und mit zwei VVER-1200-Reaktoren ausgestattet. Russland und Bangladesch unterzeichneten im November 2011 ein zwischenstaatliches Abkommen über die Zusammenarbeit beim Bau des Kernkraftwerks und im Dezember 2015 einen Generalvertrag mit einem Gesamtvolumen von 12,65 Milliarden US-Dollar. Der Bau von Block 1 begann im November 2017, der von Block 2 im Juli 2018. Die Auslegungslebensdauer des Kraftwerks beträgt 60 Jahre, mit einer möglichen Verlängerung um 20 Jahre. Der frische Brennstoff wurde in der zweiten Jahreshälfte 2023 auf die Baustelle geliefert, und die bangladeschische Atomaufsichtsbehörde erteilte Anfang April die Betriebsgenehmigung.
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