de.wedoany.com-Bericht: Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark haben kürzlich gemeinsam die Nordic Additive Manufacturing Alliance (NAMA) gegründet. Diese Allianz ist eine von Nordic Innovation unterstützte grenzüberschreitende Initiative, die führende Einrichtungen für additive Fertigung aus den vier Ländern zusammenbringt.


Die Kernaufgabe der Allianz ist die Koordinierung der Produktionskapazitäten der Länder, der Austausch von Fachwissen und die gemeinsame Bewältigung der zunehmenden Verwundbarkeit regionaler Lieferketten. NAMA wird zunächst von 2026 bis 2028 betrieben, von DIMECC Ltd aus Finnland geleitet, und umfasst das Finnish Additive Manufacturing Ecosystem (FAME), die RISE Research Institutes of Sweden, den Norwegian Additive Manufacturing Cluster und das Danish AM Hub.
Die Allianz wird durch das Programm „Nordic Forward“ von Nordic Innovation finanziert. Ihre Arbeit umfasst die Kartierung von Ökosystemen, die Bewertung des industriellen Bedarfs, die Entwicklung von Governance-Strukturen sowie die Erstellung einer langfristigen Roadmap für die nordische Zusammenarbeit.
Diese Initiative ist eine direkte Reaktion auf die derzeitige Fragmentierung der regionalen additiven Fertigungslandschaft. In diesem Umfeld werden Wissen, Produktionskapazitäten und Investitionen nicht systematisch grenzüberschreitend zwischen den Ländern geteilt. Jüngste disruptive Ereignisse, darunter die COVID-19-Krise, die die Fähigkeit zur schnellen Produktion kritischer Komponenten auf die Probe stellte, haben die Risiken einer Abhängigkeit von globalen Lieferketten oder isolierten nationalen Lösungen offengelegt, insbesondere in den Bereichen Verteidigung, Energie, Medizin und industrielle Infrastruktur.
Schweden ist führend bei Materialien und Metallpulverproduktion, Finnland bei industrieller Umsetzung und digitalem Design, Dänemark bei zirkulären Geschäftsmodellen und Innovation, und Norwegen verfügt über Stärken bei maritimen und energetischen Anwendungen. NAMA zielt darauf ab, diese Stärken in einer koordinierten grenzüberschreitenden Anstrengung zu bündeln, ein Prozess, der von keinem einzelnen Land allein bewältigt werden kann.
„Mit der Nordic Additive Manufacturing Alliance stärken wir die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der nordischen Region“, sagte Sindre Stemshaug Bornstein, Geschäftsführer von Nordic Innovation. „Additive Fertigung ist eine Schlüsseltechnologie für Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Innovation. Jedes nordische Land hat komplementäre Stärken. Indem wir diese bündeln, können wir die grüne Transformation beschleunigen und die grenzüberschreitende industrielle Resilienz stärken.“
Über den unmittelbaren dreijährigen Projektrahmen hinaus strebt NAMA an, eine dauerhafte Organisation zu werden. Die Allianz plant, in Diskussionen mit europäischen politischen Entscheidungsträgern und Industrieverbänden als einheitliche Stimme für die nordische Region aufzutreten und die Region als Vorreiter bei der Einführung und Anwendung additiver Fertigung zu positionieren.
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