de.wedoany.com-Bericht: Am 3. Juni gab der asiatische Rechenzentrumsbetreiber BDx Data Centers bekannt, dass sein Indonesien-Geschäft mit dem staatlichen Stromversorger PLN eine Reihe von Stromversorgungsvereinbarungen getroffen hat, die insgesamt 1,2 GW an Stromkapazität für Rechenzentren sichern. Die Vereinbarung umfasst mehrere Standorte in Jakarta und West-Java und richtet sich an den Bedarf für KI, Cloud-Computing, Hyperscale-Rechenzentren und souveräne digitale Infrastruktur.
Der Kern dieser Stromzusagen besteht darin, die Expansion von Rechenzentren mit der nationalen Strominfrastruktur zu verknüpfen. BDx erhielt am Standort CGK4 AI Park in Jatiluhur, West-Java, eine vertragliche Netzstromkapazität von 788 MVA. Der Standort CGK3A in Cilandak, Süd-Jakarta, wurde bereits mit Strom versorgt und seine Kapazität auf etwa 60 MVA erweitert. Am Standort CGK5 in Suryacipta, West-Java, wird die Hochspannungsnetzinfrastruktur vorangetrieben, mit einer gesicherten maximalen Stromkapazität von 385 MVA. Zusammen ergeben diese drei Fortschritte ein von BDx in Indonesien gesichertes Stromportfolio von 1,2 GW, was es zu einer der größten Stromzusagen für Rechenzentrumsbetreiber im Land macht. Für KI-Rechenzentren basieren Grundstücke, Racks, Server und Netzwerkanbindungen auf einer stabilen Stromversorgung. Insbesondere mit dem anhaltenden Wachstum von GPU-Clustern, Flüssigkühlsystemen und hochdichten Rechenlasten ist die Stromversorgungssicherheit zu einer entscheidenden Voraussetzung für den Baufortschritt der Standorte und die Lieferfähigkeit an Kunden geworden.
Die entsprechenden Vereinbarungen von BDx in Indonesien wurden in Jakarta unterzeichnet. Zu den Teilnehmern gehörten das Management von PLN und BDx Indonesia. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf eine hochzuverlässige Stromversorgung, Kapazitätserweiterung und langfristige digitale Infrastrukturunterstützung in den Regionen Jakarta und West-Java.
Diese Zusammenarbeit spiegelt auch wider, dass der Wettbewerb um KI-Infrastruktur in Südostasien in eine Phase eintritt, in der „Rechenleistungsstandorte + Netzversorgung + souveräne Cloud-Anforderungen“ gleichzeitig vorangetrieben werden. Indonesien hat eine große Bevölkerung und ein schnell wachsendes Internetdienstleistungsangebot. Lokale Cloud-Dienste, Fintech, E-Commerce, Videoplattformen und digitale Unternehmensanwendungen treiben kontinuierlich die Datenverarbeitungskapazität nach oben. Mit der steigenden Nachfrage nach KI-Training, Inferenz und souveräner Datenbereitstellung benötigen Rechenzentrumsbetreiber nicht mehr nur traditionelle Colocation-Flächen, sondern hochdichte Infrastruktur, die leistungsstarke GPU-Cluster wie H100 und GB200 aufnehmen kann. BDx gab an, dass CGK4 der erste Standort in Indonesien ist, der eine NVIDIA DGX-Ready-Zertifizierung erhalten hat. Er bietet eine maximale Kapazität von 650 MW für erneuerbare Energien und unterstützt bereits die Bereitstellung von H100-GPUs. CGK3 bietet in Jakarta flüssigkeitsgekühlte Hochleistungsrechenkapazität, während CGK5 die Abdeckung von Hyperscale-Rechenzentren weiter ausbaut. Für den indonesischen Markt können solche Standorte, sobald sie eine gewisse Größe erreicht haben, dazu beitragen, Cloud-Dienstanbieter, KI-Unternehmen und internationale Kunden anzuziehen, um mehr Rechenaufgaben lokal auszuführen und die Abhängigkeit kritischer digitaler Geschäfte von ausländischer Infrastruktur zu verringern.
Die weiteren Fortschritte hängen von den Netzanschlussarbeiten, dem Bautempo der Standorte, der Lieferung von Flüssigkühlung und hochdichten Racks, der Fähigkeit zur Integration erneuerbarer Energien sowie den Vertragsabschlüssen mit Hyperscale-Kunden ab. Da die Nachfrage nach KI-Rechenleistung weiterhin nach Südostasien strömt, werden Stromressourcen, Grundstücksreserven, Netzwerkkonnektivität und politische Stabilität gemeinsam die Wettbewerbslandschaft der regionalen Rechenzentrums-Hubs bestimmen. Die Sicherung von 1,2 GW Stromkapazität durch BDx in Indonesien zeigt, dass der lokale Aufbau von KI- und Cloud-Infrastruktur von der Erweiterung einzelner Rechenzentren in eine Phase größerer Standort- und Plattformentwicklung übergeht.
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