OQC aus Großbritannien arbeitet mit AMD und JPMorgan Chase zusammen, um eine Quantum-KI-Plattform aufzubauen
2026-06-05 17:13
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Am 3. Juni gaben das britische Quantencomputing-Unternehmen OQC, die US-Finanzinstitution JPMorgan Chase und der US-Chiphersteller AMD eine Forschungskooperation bekannt. Gemeinsam wollen sie auf Basis des von OQC in London errichteten speziellen Quantum-KI-Rechenzentrums eine Quantum-KI-Plattform für Unternehmensanwendungen entwickeln.

Diese Plattform wird das OQC GENESIS-Quantensystem, die von AMD unterstützten KI- und leistungsstarken klassischen Rechenressourcen sowie die Quantencomputer- und KI-Entwicklungsfähigkeiten von JPMorgan Chase in einer sicheren Unternehmensrechnerumgebung integrieren. JPMorgan Chase wird der erste dedizierte Nutzer dieser britischen Plattform sein. Forscher werden kurz- bis mittelfristige Quantenberechnungen, hybride Quanten-Klassik-Berechnungen, Quanten-Maschinenlernen, Portfoliooptimierung und spezielle Algorithmen für Finanzszenarien testen. Im Gegensatz zu Remote-Zugriffs-Quantenexperimenten bringt diese Zusammenarbeit Quantenhardware, KI-Infrastruktur, klassische Hochleistungsberechnung und anwendungsorientierte Werkzeuge in derselben Rechenzentrumsumgebung zusammen, was der produktionsnahen Berechnungsform näherkommt, die Finanzinstitute, Unternehmenskunden und Regierungsbehörden in Zukunft möglicherweise einsetzen werden.

Die Plattform soll innerhalb von 12 Monaten vollständig in Betrieb genommen werden. AMD wird die Recheninfrastruktur für die KI- und klassische Berechnungsebene bereitstellen, OQC ist für den Aufbau des Quantum-KI-Rechenzentrums und die Integration des Quantensystems verantwortlich, während JPMorgan Chase die Validierung komplexer Berechnungsprobleme im Finanzdienstleistungsbereich durchführt.

Quantencomputing befand sich lange Zeit in der Phase wissenschaftlicher Experimente und Cloud-basierter Tests. Was Unternehmensnutzer wirklich interessiert, sind sichere Umgebungen, Workflow-Kompatibilität, reproduzierbare Leistung, skalierbare Systeme und verifizierbare Anwendungsergebnisse. Die Finanzdienstleistungsbranche hat einen langfristigen Rechenbedarf in den Bereichen Risikomodellierung, Portfoliooptimierung, Derivatebewertung, Betrugserkennung und hochdimensionale Datenanalyse. Ob die entsprechenden Anwendungen jedoch von theoretischen Algorithmen zur praktischen Geschäftsanwendung gelangen können, hängt immer noch davon ab, ob Quantenhardware, KI-Modelle, klassische Rechenressourcen und Software-Toolchains eine stabile Synergie bilden können. Die Zusammenarbeit von OQC, AMD und JPMorgan Chase integriert das Quantensystem direkt in die Unternehmensrechnerumgebung, bietet ein umfassenderes Validierungsszenario für hybride Quantum-KI-Workflows und lenkt das Quantencomputing von der Einzelpunkt-Hardware-Präsentation hin zu einem „rechenzentrumsorientierten" Infrastrukturbereitstellungspfad.

OQC gab am selben Tag auch den Abschluss einer Finanzierungsrunde der Serie C in Höhe von 260 Millionen Pfund bekannt, um das internationale Geschäft und die bereits bereitgestellte Quanteninfrastruktur auszubauen. Die gleichzeitige Weiterentwicklung von Finanzierung, Kunden und Rechenkooperationen wird dazu beitragen, einen klareren Rhythmus für die kommerzielle Umsetzung in der europäischen Quantencomputing-Industrie zu etablieren. Die nächsten Beobachtungspunkte werden der planmäßige Betrieb der Plattform, die Validierungsergebnisse für Finanzszenarien, die Effektivität von quantenverstärkten KI-Modellen sowie die Frage sein, ob dieses Modell auf weitere hochwertige Szenarien wie wissenschaftliches Rechnen, Materialforschung, Energieplanung und staatliche Sicherheitsberechnungen übertragen werden kann.

Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.

E-Mail: news@wedoany.com