de.wedoany.com-Bericht: Das norwegische Parlament hat die Regierung aufgefordert, die geplanten Subventionen für das erste kommerzielle schwimmende Offshore-Windkraftprojekt zu überprüfen. Dies hat Bedenken ausgelöst, dass das Projekt vollständig zum Stillstand kommen und die breitere Energiewende beeinträchtigt werden könnte. Das Projekt befindet sich vor der Südwestküste Norwegens in Utsira Nord, hat eine geplante Kapazität von 500 Megawatt (MW) und zwei Gruppen haben bereits die Genehmigung zur Entwicklung erhalten. Sie werden in den Jahren 2028–2029 an einem Subventionswettbewerb teilnehmen. Die Subventionssumme beträgt 35 Milliarden Norwegische Kronen (etwa 3,7 Milliarden US-Dollar, Wechselkurs: 1 US-Dollar = 9,4564 Norwegische Kronen).

Die oppositionelle Konservative Partei brachte einen Antrag auf finanzielle Prüfung ein, der von der Fortschrittspartei, der Christlichen Volkspartei und der extrem linken Roten Partei unterstützt wurde. Die Konservative Partei erklärte in der Parlamentsdebatte, dass diese Finanzierung, die Teil des Haushaltsabkommens von 2024 sei, einer gründlichen Prüfung entbehre, ob sie die erwarteten Ergebnisse erzielen werde. Energieminister Terje Aasland teilte Reuters per E-Mail mit, dass es vollständig die Verantwortung der Konservativen Partei und der Fortschrittspartei sei, wenn die Offshore-Windkraftinvestitionen jetzt gestoppt würden und Norwegen Strom, industrielle Aktivitäten und Arbeitsplätze verliere.
Als bedeutender Öl- und Gasproduzent strebt Norwegen an, die erneuerbare Energieproduktion in den kommenden Jahrzehnten erheblich zu steigern, um die steigende Nachfrage zu decken, die durch die Dekarbonisierung des Betriebs weiterer Sektoren entsteht. Offshore-Windkraft wird auch als technologischer Dreh- und Angelpunkt für die Zulieferindustrie angesehen, die Öl- und Gasprojekte bedient. Erneuerbare Energien und industrielle Entwicklung sind zu einem Hauptkonfliktpunkt in der norwegischen Politik geworden. Anfang dieses Jahres versuchte die Opposition, das Elektrifizierungsprojekt des Flüssigerdgas (LNG)-Werks in Hammerfest zu blockieren, der entsprechende Antrag wurde jedoch knapp abgelehnt.
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