de.wedoany.com-Bericht: Sika beteiligt sich am spanischen Forschungs- und Innovationsprojekt Valdesc, das von der Autonomen Gemeinschaft Madrid gefördert wird. Ziel ist es, die jährlich anfallenden 35 bis 40 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabfälle (RCD) zu recyceln, wobei der Schwerpunkt auf technisch anspruchsvolleren nichtsteinigen Materialien liegt.

Das Konsortium besteht aus elf strategischen Partnern, darunter Surge Ambiental, Tecnalia, Cementos La Cruz und Sika. Ziel ist es, die Herausforderungen des Recyclings im Bausektor durch öffentlich-private Zusammenarbeit zu bewältigen, insbesondere bei Dämmstoffen wie Gips, technischen Kunststoffen oder Mineralwolle. Die Hauptherausforderung des Projekts liegt im Management von Bauabfällen mit hoher Komplexität. Jaime Moreno, Forscher und Projektmanager bei Tecnalia, weist darauf hin, dass die Herausforderung nicht mehr nur im Recycling besteht, sondern darin, zu vermeiden, dass diese Materialien aufgrund ihrer geringen Dichte, Heterogenität oder Schadstoffbelastung deponiert werden, und sie mit ausreichender technischer Sicherheit wieder in die Wertschöpfungskette einzugliedern. Jährlich fallen 35 bis 40 Millionen Tonnen Bauabfälle an. Die eigentliche Herausforderung liegt im Recycling von nichtsteinigen Lösungen mit hoher technischer Komplexität, wie technischen Kunststoffen, Gips oder Dämmstoffen wie Mineralwolle.
Im Podcast Desafío 30/50 analysierten Cristina Valverde, Leiterin der Betonforschung bei Sika Spanien, Jaime Moreno, Forscher bei Tecnalia, Juan Diego Berjón, Leiter der Abfallwirtschaftsdienste bei Surge Ambiental, und Pilar Hidalgo, Innovationsdirektorin bei Cementos La Cruz, die Herausforderungen, Anforderungen und Fortschritte dieser Initiative. Juan Diego Berjón erklärte, dass sich die Initiative insbesondere auf die stoffliche Verwertung komplexer Bauabfälle und die Digitalisierung der Lieferkette durch fortschrittliche Werkzeuge konzentriert. Der Übergang zu einem klimaneutralen Bauumfeld erfordert einen tiefgreifenden Wandel der Baumodelle, der den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes von der Planung bis zum Ende seiner Nutzungsdauer berücksichtigt und sich auf die Rückgewinnung, Wiederverwendung und Aufwertung von Ressourcen konzentriert. Das Valdesc-Projekt geht dieses Problem aus einer integrierten Perspektive an, indem es technologische Innovation, ökologisches Design und die Digitalisierung der Lieferkette kombiniert, um einen gleichmäßigeren und rückverfolgbaren Materialfluss zu gewährleisten.
Juan Diego Berjón erwähnte, dass das Projekt die Endverbraucher der recycelten Produkte von Anfang an einbezieht, um die benötigten Materialien zu spezifizieren und so die Markteinführung zu beschleunigen. Um dies zu erreichen, müssen Unternehmen wie Sika eine gleichbleibende Produktqualität und eine gesicherte Versorgungsmenge garantiert werden; die Versorgung darf auf keinen Fall unterbrochen werden. Aus betrieblicher und logistischer Sicht wies Berjón darauf hin, dass das aktuelle Paradigma geändert werden muss, indem ökologisches Design in neuen Baulösungen implementiert und deren zukünftiger Rückbau geplant wird. Pilar Hidalgo betonte, dass eine strenge Prozesskontrolle beweise, dass aus recycelten Rohstoffen hergestellte Baustoffe nicht von geringerer Qualität seien, sondern sogar die Leistung der ursprünglichen Produkte übertreffen könnten, wie sie es durch die Zugabe von zerkleinerter Mineralwolle in eine dekarbonisierte Zementmatrix erreicht hätten. In diesem System spielen die Hersteller eine entscheidende Rolle als Katalysatoren, die komplexe Abfälle in nützliche und wirtschaftlich tragfähige Produkte verwandeln. Sika beteiligt sich fachübergreifend durch die Entwicklung von Lösungen mit geringen Umweltauswirkungen; seine Innovationen werden eingesetzt, um die Anforderungen der Branche zu erfüllen. Cristina Valverde erklärte, dass Sika an vielen Aufgaben beteiligt sei, verschiedene Lösungen anbiete und als Prozessbeschleuniger fungiere, indem es Mahlhilfsmittel, Zementverstärker und Fließmittel wirke, die für jeden spezifischen Bedarf entwickelt wurden. Diese Strategie fügt sich direkt in die globalen Initiativen des Unternehmens ein und spiegelt insbesondere den Rahmen und die Technologien der internationalen Sika Circular Concrete-Aktivität wider, die sich auf die Schließung des Lebenszyklus von Beton konzentriert und weltweit die effiziente Nutzung von Sekundärrohstoffen fördert.
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