Spanische Atomindustrie fordert Verlängerung der Betriebszeit von Atomkraftwerken
2025-02-27 16:04
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32 Unternehmen der spanischen Atomindustrie haben kürzlich eine Erklärung unterzeichnet, in der sie die Regierung auffordern, den 2019 formulierten Plan zum Ausstieg aus der Atomenergie zu überprüfen, um den langfristigen Betrieb der Atomkraftwerke sicherzustellen. Nach den derzeitigen Plänen sollen alle sieben spanischen Atomreaktoren – Almaraz 1 und 2, Asco 1 und 2, Cofrentes, Trilo und Vandross 2 – bis 2035 abgeschaltet werden. Die Kernreaktoren tragen derzeit zu etwa 20 Prozent zur Stromerzeugung des Landes bei. Vier von ihnen sollen bis Ende 2030 und die restlichen drei bis 2035 stillgelegt werden. Zu den Unterzeichnern zählen Branchenriesen wie Empresarios Agrupados-GHESA, Framatome, GDES, GE Vernova, IDOM und Westinghouse.

In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass die Schließungsvereinbarung von 2019 in einem Kontext erzielt wurde, der sich völlig von der aktuellen industriellen, geopolitischen und wirtschaftlichen Lage unterscheidet. Die Unterzeichner forderten die Regierung auf, einen Dialog aufzunehmen und den Plan neu zu verhandeln. Sie behaupten, eine schrittweise Schließung von Atomkraftwerken ab 2027 würde die Wettbewerbsfähigkeit der spanischen Industrie untergraben – insbesondere, wenn nicht sichergestellt werde, dass alle CO2-freien Energiealternativen realisierbar seien. Die Unternehmen betonen, dass die Kernenergie eine zuverlässige, effiziente und kohlenstoffarme Energiequelle sei und eine faire politische Unterstützung erhalten sollte, um Investitionen anzuziehen. Durch die Ausweitung der Betriebszeit von Kernkraftwerken wird nicht nur die Nachhaltigkeit des Energiesystems gewährleistet, sondern auch die Versorgungssicherheit aufrechterhalten, die Entwicklung erneuerbarer Energien gefördert und die geostrategische Unabhängigkeit Spaniens gestärkt.

Die Unternehmen wiesen zudem darauf hin, dass die spanischen Atomkraftwerke modernisiert worden seien und technisch gesehen 60 oder sogar 80 Jahre lang betrieben werden könnten, was dem weltweiten Trend entspreche. Sie gaben jedoch zu bedenken, dass zur Erreichung dieses Ziels die wirtschaftliche Rentabilität der Kernkraftwerke sichergestellt werden müsse, insbesondere durch die Reduzierung der übermäßigen Steuerlast der Industrie. Der Bericht zeigt, dass die Nuklearindustrie fast 20.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze in den Bereichen Ingenieurwesen, Fertigung und Dienstleistung bietet. Eine vorzeitige Abschaltung von Kernkraftwerken hätte gravierende wirtschaftliche und soziale Folgen für die betroffenen Regionen, würde zum Verlust technologischer Ressourcen und Humankapital führen und die Wettbewerbsfähigkeit der Energieinfrastruktur des Landes schwächen.

Anfang des Monats verabschiedete das spanische Parlament mit 171 Stimmen dafür, 164 dagegen und 14 Enthaltungen einen Vorschlag der rechtsgerichteten Volkspartei. Darin wird die Regierung aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um den beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie rückgängig zu machen.

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