de.wedoany.com-Bericht: Laut Daten des brasilianischen Verbands der Kautschukindustrie (ABIARB) und der Gewerkschaft der Kautschukprodukte- und Reifenrunderneuerungsindustrie des Bundesstaates São Paulo (SINDIBOR) verfügt die brasilianische Kautschukindustrie über mehr als 4.200 aktive Unternehmen, schafft direkt 48.700 Arbeitsplätze und weist einen scheinbaren Verbrauch von 4,1 Milliarden US-Dollar auf. Die wichtigsten Produktsegmente der Branche umfassen: Förder- und Antriebsriemen (17,6 %), Schläuche, Rohre und Leitungen (16,4 %), unvulkanisierte Kautschukmischungen und Halbzeuge (14,4 %), Kfz-Teile und -Zubehör, Fußmatten und Teppiche (11,2 %) sowie Dichtungen, Füllungen, Schwingungsdämpfer und Dichtsysteme (10 %), die Schlüsselindustrien wie Automobil, Bergbau, Landwirtschaft, Bauwesen, Sanitär, Energie, Transport und Konsumgüter beliefern.
Die wirtschaftliche und technologische Bedeutung dieses Marktes wird auf der Expobor 2026 hervorgehoben. Diese Messe, die wichtigste für die Kautschukprodukte-Wertschöpfungskette in Lateinamerika, findet vom 23. bis 25. Juni im Expo Center Norte in São Paulo statt und bringt Hersteller, Zulieferer, Verarbeiter, Forschungszentren und Experten zusammen, um Trends, Innovationen, Nachhaltigkeit, Außenhandel und Herausforderungen der industriellen Wettbewerbsfähigkeit zu diskutieren. Derzeit steht die brasilianische Industrie unter wachsendem internationalem Wettbewerbsdruck. Im vergangenen Jahr belief sich die inländische Produktion auf insgesamt 2,7 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 10 % im Vergleich zum Vorjahr, während die Importe um 12 % auf 1,7 Milliarden US-Dollar stiegen und die Exporte insgesamt 372 Millionen US-Dollar betrugen.

Reynaldo Lopes Megna, geschäftsführender Präsident von ABIARB und SINDIBOR sowie geschäftsführender Direktor des Verbands der Reifenrunderneuerungsunternehmen des Bundesstaates São Paulo (Aresp), betonte, dass eine strategische Agenda zur Stärkung der inländischen Wertschöpfungskette erforderlich sei. Er unterstrich, dass der Ausweg in Engineering, maßgeschneiderten Lösungen, schneller Lieferung, technischer Unterstützung und engen Kundenbeziehungen liege – Eigenschaften, in denen die brasilianische Industrie bedeutende Vorteile habe. Im Jahr 2006 machten brasilianische Hersteller 91 % des inländischen scheinbaren Verbrauchs aus, heute sind es nur noch 58 %, während der Marktanteil importierter Produkte im gleichen Zeitraum von 9 % auf 42 % gestiegen ist. China hat sich zum Hauptlieferanten des brasilianischen Marktes entwickelt und macht etwa 25 % der Importe aus, gefolgt von den USA mit 14 %. Darüber hinaus haben Länder wie Indien, Thailand, Vietnam und Indonesien ihre Präsenz ausgeweitet, was die globale Neuordnung der Lieferketten widerspiegelt.

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