de.wedoany.com-Bericht: Die US-amerikanische Momentum Manufacturing Group (Rang 9 der FAB 40) erweitert ihr Marktportfolio um die Bereiche Luft- und Raumfahrt, Verteidigung sowie KI-Infrastruktur, während sie weiterhin im kommerziellen und industriellen Projektgeschäft tätig ist. Basierend auf den Eigenschaften ihres Teilespektrums hat das Unternehmen Roboterschweiß-, Biege- und Kugelstrahlautomationssysteme implementiert. Das Hauptwerk in St. Johnsbury, Vermont, durchläuft derzeit einen Wandel. Matthew Smith, der für die Markterschließung verantwortlich ist und seit 38 Jahren im Unternehmen arbeitet, erklärte, dass man sich derzeit auf Chancen im Bereich Rechenzentrumsinfrastruktur und Kühlsysteme konzentriere. Zudem habe man die CMMC-Stufe-2-Zertifizierung und die AS 9100-Luftfahrtqualitätszertifizierung erlangt und die Teams für Qualität, Kundenservice und Engineering erweitert.

Die wachsende Kundenbasis hat Investitionen in Automatisierung vorangetrieben, darunter Roboterschweißen, Roboter-Biegemaschinen und Kugelstrahlanlagen. Smith betonte, dass der Haupttreiber zunächst die Flexibilität sei, gefolgt von der Entlastung der Mitarbeiter von sich wiederholenden, körperlich anstrengenden Tätigkeiten. Ein typisches Beispiel ist das manuelle Kugelstrahlen: Früher benötigte ein Arbeiter mit einer Sandstrahlpistole 15 bis 20 Minuten für die Oberflächenvorbereitung einer größeren Charge von Teilen. Das unternehmenseigene Robotikteam arbeitete mit Schülern einer örtlichen High School zusammen, um im Werk in Vermont eine automatisierte Kugelstrahlanlage zu installieren. Dieselbe Aufgabe wird nun in drei Minuten erledigt. Smith bezeichnete das System als „erstaunliche Steigerung des Durchsatzes“.
Im Bereich des flexiblen Biegens verfügt Momentum über mehrere Roboter-Biegemaschinen mit automatischem Werkzeugwechsel und flexibler Programmierung, die Teile unterschiedlicher Größe verarbeiten können. Einige Biegemaschinen sind auf große Teile spezialisiert, andere auf kleine. Für Fälle, in denen die Geometrie bestimmter Teile die volle Flexibilität des vorhandenen Werkzeugwechsels und Greiferwechsels nicht ausnutzt, hat das interne Team eine maßgeschneiderte Biegezelle entwickelt, die nur einen begrenzten Werkzeugsatz verwendet und die Biegeabfolge innerhalb eines bestimmten Arbeitsbereichs optimiert. Smith erklärte, dass diese Strategie dem Hersteller beide Vorteile biete: Biegezellen mit automatischem Werkzeugwechsel ermöglichen schnelle Teilewechsel, sodass die Losgröße nicht mehr entscheidend ist; die maßgeschneiderte Biegezelle steigert den Durchsatz für ein bestimmtes Teilespektrum. Der Gesamtansatz trägt der Realität des Teilemixes in der Auftragsfertigung Rechnung, einschließlich Großaufträgen, ähnlicher Teilespektren verschiedener Kunden und eines „langen Endes“ unterschiedlichster Teile. Automatisierung kann zwar nicht alles abdecken, hilft aber, Engpässe zu beseitigen und qualifizierte Arbeitskräfte optimal einzusetzen.

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