Indiens zukünftige Rechenzentrumspipeline erreicht 8,33 GW – Mumbai, Hyderabad und Chennai führend
2026-06-22 14:51
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de.wedoany.com-Bericht: Laut aktuellen Daten von Knight Frank India durchläuft die indische Rechenzentrumsbranche eine Phase massiver Expansion. Die gesamte zukünftige Entwicklungspipeline des Landes hat bereits 8,33 Gigawatt erreicht. Dieses Wachstum wird hauptsächlich durch die steigende Nutzungsrate von Künstlicher Intelligenz (KI), die kontinuierliche Ausweitung von Cloud Computing und den wachsenden Bedarf an Datenlokalisierung in verschiedenen Branchen vorangetrieben.

Mumbai, Hyderabad und Chennai liefern sich ein Rennen um die KI-Infrastruktur-Hubs Indiens

Den Daten des Beratungsunternehmens zufolge beträgt die aktuell in Indien betriebene Rechenzentrumskapazität 1,6 GW, während die zukünftige Entwicklungspipeline bereits mehr als das Fünffache der bestehenden Betriebskapazität ausmacht. Dies verdeutlicht das enorme Ausmaß der geplanten Infrastruktur in den wichtigsten Märkten.

Im Einzelnen befinden sich derzeit 0,32 GW Rechenzentrumskapazität im Bau, 2,92 GW befinden sich in der Phase der zugesagten Entwicklung, und weitere 5,41 GW Projekte stecken in der frühen Entwicklungsphase. Dies zeigt, dass Indiens Projektreserven an Rechenzentren recht beträchtlich sind.

Mumbai bleibt der größte zukünftige Rechenzentrumsmarkt in Indien mit einer Entwicklungspipeline von 3,75 GW, darunter 0,17 GW im Bau, 1,54 GW zugesagte Projekte und 2,21 GW in der Frühphase. Knight Frank India weist darauf hin, dass Mumbai als Finanzzentrum Indiens weiterhin von der umfangreichen Glasfaseranbindung, der robusten Strominfrastruktur und der konzentrierten Anbindung internationaler Seekabel-Landepunkte profitiert. Diese Faktoren sichern der Stadt ihre Position als führendes Rechenzentrumsziel des Landes.

Hyderabad hat sich zum zweitgrößten zukünftigen Rechenzentrumsmarkt Indiens entwickelt, mit einer Entwicklungspipeline von 1,93 GW, bestehend aus 0,03 GW im Bau, 0,63 GW zugesagten Projekten und 1,30 GW in der Frühphase. Das Wachstum der Stadt ist auf eine aktive Regierungspolitik, niedrigere Betriebskosten und Investitionen globaler Technologieunternehmen zurückzuführen. Dies zieht zunehmend Entwickler und Investoren an, die neue digitale Infrastrukturkapazitäten aufbauen möchten.

Chennai belegt den dritten Platz unter den zukünftigen Rechenzentrumsmärkten Indiens, mit einer Entwicklungspipeline von 1,36 GW, darunter 0,04 GW im Bau, 0,32 GW zugesagte Projekte und 1,04 GW in der Frühphase. Chennai profitiert von seiner Rolle als Tor für den digitalen Datenverkehr nach Südostasien. Dank starker Seekabelanbindungen und wettbewerbsfähiger Strompreise festigt die Stadt kontinuierlich ihre Position als wichtiges Rechenzentrumsziel in Indien.

Neben den drei führenden Städten wächst auch die geplante Rechenzentrumskapazität in anderen Regionen. Knight Frank India schätzt, dass die zukünftige Pipeline in der National Capital Region (NCR) 0,54 GW beträgt, in Pune 0,43 GW, in Bengaluru 0,18 GW und in Kalkutta 0,13 GW. Diese Märkte treiben gemeinsam die Expansion der digitalen Infrastrukturlandschaft Indiens voran. Darüber hinaus hat Vizag (Visakhapatnam) als aufstrebender Markt bereits Entwicklungsvorschläge im Gigawatt-Bereich angezogen. Regierungsinitiativen, verfügbare große Grundstücke und geplante Seekabelprojekte stützen das Interesse an dieser Stadt.

Viral Desai, Senior Executive Director bei Knight Frank India, kommentierte diesen Trend und erklärte, dass die indische Rechenzentrums-Wachstumsgeschichte zunehmend ein Bild regionaler Spezialisierung zeichne. Mumbai verankere weiterhin die Entwicklung von Hyperscale-Rechenzentren, Hyderabad entwickle sich zu einem Ziel für KI-Infrastruktur, während Chennai seine Rolle als Tor für internationalen digitalen Datenverkehr stärke. Angetrieben durch die steigende KI-Nutzung, das Cloud-Wachstum und die anhaltende Nachfrage nach Datenlokalisierung spiegelt die indische Rechenzentrumspipeline die wachsende Bedeutung digitaler Infrastruktur in mehreren Regionen wider.

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