Österreichische voestalpine bringt Digitalplattform zentrak zur Intelligentisierung der Schieneninfrastruktur auf den Markt
2026-06-30 17:00
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de.wedoany.com-Bericht: Die voestalpine Railway Systems hat die Digitalplattform zentrak eingeführt, die durch digitale Mittel die traditionelle Schienen-Infrastruktur in ein intelligentes, vernetztes System verwandelt. Ziel ist es, die Probleme der verstreuten Gleisdaten und der geringen Instandhaltungseffizienz zu lösen. Die Plattform sammelt kontinuierlich Daten von jedem Meter Gleis, erkennt Schäden frühzeitig und hilft bei der Planung von Wartungsarbeiten, wodurch die Lebensdauer der Infrastruktur verlängert wird.

Die Kernfunktion von zentrak liegt in der Digitalisierung und Vernetzung aller relevanten Informationen über den gesamten Lebenszyklus der Schieneninfrastruktur. Durch Robotik-Automatisierung kann die Plattform sogenannte Digital Touch Points einsetzen, über die alle Anlageninformationen durch Scannen dieser Touch Points im zentrak-Kundenportal (zentrak CUSTOMER PORTAL) schnell abgerufen werden können. Die Serialisierung aller Gleiskomponenten, kombiniert mit der vollständig digitalen Dokumentation im Portal, schafft eine umfassende digitale Abbildung des gesamten Netzes.

Theresa Passath, Leiterin Geschäftsentwicklung und Vertrieb bei voestalpine Digital Track Management, erklärte, dass zentrak durch die Serialisierung aller Gleiskomponenten und die Bereitstellung einer vollständigen digitalen Dokumentation in einem Portal das Management von Schienenanlagen vereinfacht. Die Plattform optimiert ab dem ersten Tag der Bereitstellung den Anlagenlebenszyklus durch Softwarelösungen, vereinfacht die Datenkommunikation und ermöglicht prädiktive Einblicke, was zu effizienteren Prozessen und fundierteren Entscheidungen führt.

Zentrak geht über die reine Datenerfassung hinaus und bietet die Fähigkeit zur Überwachung, Analyse und Interpretation des Gleiszustands. Mobile Messtechnik und fest installierte Messkontrollpunkte liefern präzise Informationen über Schienenbelastung, Verschleiß sowie die Fahrzeug-Schiene-Interaktion.

Franziska Schneditz-Bolfras, Produktmanagerin bei voestalpine Signaling Austria, betonte, dass das Ziel der Plattform darin besteht, Echtzeitdaten in fundiertere Entscheidungen umzuwandeln. Im Schienenverkehr bedeutet prädiktive Instandhaltung den Wandel von einem reaktiven Ansatz hin zu einer datengesteuerten Methode, bei der Echtzeit-Zustandsdaten der Anlagen zur Planung von Wartungsaktivitäten genutzt werden.

Um sicherzustellen, dass die riesigen Datenmengen intelligent analysiert werden, sind alle Module im zentrak-Ökosystem miteinander verbunden. Moderne Datenanalyse hilft, die Komplexität des Gleissystems zu verstehen und in klare, planbare Handlungsschritte umzusetzen.

Sandra Baltic, Produktmanagerin bei voestalpine Rail Technology, wies darauf hin, dass die Zukunft des Gleismanagements digital sei – das bedeute datengesteuert, transparent und prädiktiv, weshalb klare Leistungseinblicke erforderlich seien. Mithilfe von Technologien wie RFID (Radiofrequenz-Identifikation) könne jede Schiene während ihrer gesamten Lebensdauer eindeutig identifiziert, lokalisiert und ihr Zustand überwacht werden, um frühzeitig Komponenten und Wartungsbedarf zu erkennen, die Aufmerksamkeit erfordern. Dies senke die Instandhaltungskosten, erhöhe die Verfügbarkeit von Schienenfahrzeugen und verbessere die Betriebszuverlässigkeit.

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