de.wedoany.com-Bericht: Das südkoreanische Bauunternehmen Hyundai Engineering and Construction wird in Kasachstan eine neue Erdgasverarbeitungsanlage errichten, um seine Energiegeschäfte in Zentralasien auszubauen.

Hyundai Engineering arbeitet mit dem kasachischen Staatsunternehmen QazaqGaz zusammen, um dieses Projekt im bestehenden Karachaganak Processing Complex (KPC) im Westen des Landes umzusetzen. Zuvor hatte Hyundai Engineering bereits ähnliche Erdgas- und Petrochemieprojekte in Turkmenistan und Usbekistan gewonnen und damit Erfahrungen in der Region gesammelt.
Das Unternehmen übernimmt eigenständig das Engineering und die Beschaffung für die Anlage und bildet gemeinsam mit der lokalen Tochtergesellschaft des italienischen Ingenieur-, Beschaffungs- und Bauunternehmens Sicim ein Konsortium für die Gesamtbauarbeiten. Die Anlage ist für eine jährliche Verarbeitungskapazität von 5 Milliarden Kubikmetern Rohgas ausgelegt, das aus dem Karachaganak-Feld stammt. Dieses Feld verfügt derzeit über 44 aktive Förderbohrungen und soll über Reserven von rund 13,6 Milliarden Barrel Flüssigkeiten und 1,7 Billionen Kubikmetern Erdgas verfügen.
Derzeit wird das im Feld geförderte Gas nicht im KPC verarbeitet, sondern gemäß einem langfristigen Abkommen zwischen der Karachaganak Petroleum Operating und dem Joint Venture KazRosGas von QazaqGaz und dem russischen Erdgaskonzern Gazprom zur Verarbeitung in die Orenburg-Gasverarbeitungsanlage in Russland transportiert. Die Laufzeit des Abkommens erstreckt sich bis 2038, doch die Anlage in Orenburg wurde kürzlich im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine von Drohnen der ukrainischen Streitkräfte angegriffen, was die Unsicherheit dieser Verarbeitungsstufe verdeutlicht.
Um die Versorgungssicherheit mit Erdgas zu gewährleisten, strebt Kasachstan an, durch den Bau eigener Verarbeitungsinfrastruktur die Abhängigkeit von externen Faktoren zu verringern. Jüngsten Berichten zufolge soll die Anlage im Jahr 2028 fertiggestellt werden.










