de.wedoany.com-Bericht: Die australische Wettbewerbs- und Verbraucherbehörde (ACCC) wird eine detaillierte Phase-II-Prüfung der geplanten Fusion des italienischen Ölfelddienstleisters Saipem mit dem luxemburgischen Unterwassertechnikunternehmen Subsea7 durchführen. Die Regulierungsbehörde ist der Ansicht, dass diese Transaktion den Wettbewerb auf dem Markt für Unterwasser-Infrastrukturdienstleistungen für Offshore-Öl- und Gasprojekte in Australien erheblich beeinträchtigen könnte. Die beiden Unternehmen gaben die Fusionspläne im Juli 2025 bekannt.

Saipem bietet Ingenieur- und Baudienstleistungen für globale Offshore- und Onshore-Öl- und Gasprojekte an, während Subsea7 sich auf Ingenieur- und Baudienstleistungen für Offshore-Öl- und Gasaktivitäten spezialisiert hat. Beide Unternehmen sind in Australien mit bedeutenden Geschäften vertreten und zählen zu den Hauptanbietern von Unterwasserinfrastrukturlösungen, die Planung, Technik, Beschaffung, Fertigung und Installation umfassen. Jedes Unternehmen betreibt eigene Verlegeschiffe und Unterstützungsflotten.
ACCC-Kommissar Philip Williams erklärte, dass diese Übernahme den Wettbewerb bei der Bereitstellung kritischer Unterwasserinfrastruktur, die Unterwasserbohrlöcher und Produktionssysteme mit der Oberflächeninfrastruktur verbindet, erheblich schwächen könnte. Dies sei für australische Offshore-Öl- und Gasprojekte von entscheidender Bedeutung. Im Rahmen der Phase-II-Prüfung wird die ACCC eingehende Untersuchungen durchführen und weitere Informationen zu den Wettbewerbsauswirkungen einholen. Die Regulierungsbehörde betonte, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde, und forderte Interessengruppen auf, bis zum 21. Juli 2026 Stellungnahmen zur Phase-II-Mitteilung einzureichen.
Laut einem Bericht von Reuters hat die brasilianische Kartellbehörde CADE im vergangenen Monat die Fusion ohne Auflagen genehmigt, wobei Gegner jedoch noch Berufung einlegen können. Mehrere große Ölkonzerne, darunter ExxonMobil, Petrobras und TotalEnergies, hatten bei CADE Einwände gegen die Fusion eingereicht. Sie befürchten, dass das fusionierte Unternehmen genügend Marktmacht erlangen könnte, um Kosten zu erhöhen, Projekte zu verzögern und Kunden zu exklusiven langfristigen Verträgen zu zwingen. Im vergangenen Monat erhielt Saipem von Azule Energy einen neuen Auftrag für das Greater PAJ-Projekt in Angola.










