Mexiko baut bis 2030 13 Personenverkehrsstrecken mit einer Gesamtlänge von über 3.000 Kilometern aus
2026-07-04 10:10
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de.wedoany.com-Bericht: Die mexikanische Regierung hat über die Behörde für integrierten öffentlichen Verkehr und Eisenbahnen (ATTRAPI) den „Institutionellen Plan 2026–2030“ veröffentlicht, der einen klaren Fahrplan für den Ausbau des Personenverkehrs-Schienennetzes vorgibt. Der Plan umfasst 13 Eisenbahnstrecken, mehr als 3.000 Kilometer neue Gleise und 38 Bahnhöfe, die in das städtische Verkehrssystem integriert werden.

Mexiko gibt Ausbauplan für 13 Personenverkehrsstrecken bis 2030 bekannt

Das Dokument wurde im Amtsblatt der Föderation (DOF) veröffentlicht und ist das erste umfassende Planungsinstrument der ATTRAPI. Es legt die technischen, regulatorischen und infrastrukturellen Prioritäten fest, die die verschiedenen Bundesbehörden im Zeitraum 2026–2030 befolgen müssen. Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte im Mai, dass ihre Regierung mindestens 2.377 Kilometer öffentliche Eisenbahngleise bauen werde. Der Personenverkehr auf der Schiene ist zu einer der wichtigsten Infrastrukturprioritäten der Bundesregierung geworden. Die drei Kernziele der ATTRAPI umfassen: den Ausbau des Personenverkehrs-Schienennetzes zur Stärkung der regionalen Anbindung, die Konsolidierung eines wettbewerbsfähigeren Güterverkehrs-Schienensystems sowie die Entwicklung von städtischen, Vorort- und Überland-ÖPNV-Diensten entlang der neuen Eisenbahnstrecken. Das Ministerium für Infrastruktur, Kommunikation und Verkehr (SICT) erklärte, dass die aktuelle Regierung die Entwicklung und Planung von mehr als 3.000 Kilometern Personenverkehrsstrecken, die Stärkung des Güterverkehrs auf der Schiene sowie die Umsetzung von städtischen, Vorort- und Überland-ÖPNV-Diensten in wichtigen Städten und Ballungsräumen anstrebt.

Der Plan sieht drei Entwicklungsphasen für die neuen Eisenbahnkorridore vor. Die erste Phase umfasst die Strecken AIFA-Pachuca, Mexiko-Stadt-Querétaro, Querétaro-Irapuato und Saltillo-Nuevo Laredo. In der zweiten Phase sind Querétaro-San Luis Potosí, San Luis Potosí-Saltillo, Mazatlán-Los Mochis und Irapuato-Guadalajara vorgesehen. Anschließend werden Guaymas-Hermosillo, Guadalajara-Tepic, Los Mochis-Guaymas, Tepic-Mazatlán und Hermosillo-Nogales entwickelt.

Die Eisenbahnstrategie umfasst auch die städtebauliche Entwicklung im Zusammenhang mit den Bahnhöfen. Die ATTRAPI empfiehlt, Bahnhöfe über Umsteigeknoten mit den lokalen Verkehrssystemen zu verbinden, ihre Integration mit Stadtbussen und anderen Mobilitätsdiensten zu fördern, Haltestellen für kleinere Gemeinden zu entwickeln und die allgemeine Barrierefreiheit sicherzustellen. Gleichzeitig erarbeitet der Plan nationale Standards für Eisenbahnkommunikation, Elektrifizierung, Signalgebung, Zugsteuerung und technische Interoperabilität, um künftige Netzerweiterungen zu erleichtern.

Um zu verhindern, dass der Personenverkehr den Güterverkehrsbetrieb beeinträchtigt, sieht der Plan einen dauerhaften Koordinierungsmechanismus zwischen Konzessionsnehmern, Beauftragten und Bundesbehörden vor. Die technische Überwachung der bestehenden Infrastruktur wird durch jährliche Überprüfungen, Modernisierungs- und Wartungspläne verstärkt. Auf logistischer Ebene umfasst die Strategie die Förderung der Einbeziehung des Güterverkehrs in den Maya-Zug, die Fertigstellung der K-Linie des transozeanischen Korridors von Tehuantepec bis zur guatemaltekischen Grenze sowie die Stärkung der wirtschaftlichen und betrieblichen Regulierung des nationalen Eisenbahnsystems.

Der Plan weist darauf hin, dass das Verschwinden des Personenverkehrs auf der Schiene nach der Privatisierung der Eisenbahnen im Jahr 1995 zu längeren Reisezeiten, mehr Verkehrsstaus und höheren Schadstoffemissionen geführt habe. Bis Ende 2025 verfügte Mexiko über ein Schienennetz von 28.864 Kilometern, von denen 66 % konzessionierte oder zugewiesene Hauptstrecken waren. Das System verfügt außerdem über acht Grenzübergänge zu den USA, zehn Hafenanbindungen und 150 Güterterminals. Zwischen 2023 und 2025 wuchs das Netz um 4,08 %, was hauptsächlich auf die Inbetriebnahme des Maya-Zugs und des El Insurgente-Zugs zurückzuführen ist. Im ersten Quartal 2025 wurden rund 132 Millionen Tonnen Güter transportiert, und rund 52 Millionen Fahrgäste nutzten Schienenverkehrsdienste wie den Maya-Zug, den El Insurgente-Zug, Vorortbahnen und andere regionale Systeme.

Die ATTRAPI plant, bis 2030 rund 3.300 Kilometer neue Eisenbahnstrecken in das mexikanische Schienensystem zu integrieren, 38 Bahnhöfe mit städtischer Anbindung zu bauen und 150 Kilometer neue strukturierte ÖPNV-Projekte zu entwickeln. Der Plan setzt zudem Ziele für die Budgetausführung von Eisenbahnbauprojekten und die vollständige Einhaltung des jährlichen Inspektionsplans für die Eisenbahninfrastruktur. Ziel ist es, ein nationales System zu konsolidieren, das den Personenverkehrsausbau mit einem effizienteren und wettbewerbsfähigeren Güterverkehrsnetz verbindet.

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