Spanisches Unternehmen Submer erhält Genehmigung für KI-Rechenzentrum in Indien
2026-07-14 09:28
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de.wedoany.com-Bericht: Am 13. Juli gab die spanische Digitalinfrastrukturfirma Submer Group bekannt, dass sie im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh ein Halbleiter- und Digitalinfrastrukturprojekt im Umfang von rund 2 Milliarden US-Dollar vorantreiben wird. Der derzeit konkret realisierte Bau betrifft ein Rechenzentrumsprojekt im Industriegebiet Achapura. Nachdem das Unternehmen einen Antrag auf Nutzung von Industrieflächen gestellt hatte, wies die Regierung von Madhya Pradesh innerhalb von sechs Tagen 15 Acres Industriefläche zu. Das Projekt hat sich von der vorherigen Kooperations- und Standortauswahlphase hin zur konkreten Umsetzung der Bauflächen entwickelt.

Die Ankündigung erfolgte im Rahmen des „Madhya Pradesh Technology Growth Summit 3.0: Global Capability Centers, Data Centers & Semiconductors Conference". Das von Submer vorgeschlagene Gesamtprojekt soll voraussichtlich rund 5.000 direkte Arbeitsplätze schaffen. Die genaue Verteilung der 2 Milliarden US-Dollar auf Rechenzentren, Halbleiteranlagen, Forschungs- und Entwicklungszentren sowie zugehörige Infrastruktur wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben. Daher kann der Gesamtbetrag derzeit nicht direkt als Baukosten für eine Halbleiterfabrik oder ein einzelnes Rechenzentrum interpretiert werden.

Nach den bereits bestätigten Fortschritten wird das 15 Acres große Grundstück im Industriegebiet Achapura für das Rechenzentrumsprojekt genutzt werden. Die anschließende Bauphase umfasst in der Regel die Erstellung eines Masterplans, die architektonische Planung, den Stromanschluss, die Trafostationen, das Glasfasernetz, die Serverraumstruktur, Kühlsysteme und die Installation von Serverausrüstung. Submer hat noch keine Angaben zur Gebäudefläche des Rechenzentrums auf diesem Grundstück, zur IT-Kapazität der ersten Phase, zur Stromversorgung, zum Baubeginn oder zum Inbetriebnahmetermin gemacht. Das Projekt erfordert noch detailliertere technische Planungen und Baugenehmigungen.

Das Projekt knüpft an die zuvor zwischen Submer und der Regierung von Madhya Pradesh unterzeichnete Kooperationsvereinbarung an. Im Juli 2025 kündigten beide Seiten die gemeinsame Entwicklung von bis zu 1 GW an flüssigkeitsgekühlter, KI-bereiter Rechenzentrumskapazität an, einschließlich Tauchkühlung, direkter Chip-Kühlung und Hybrid-Kühlsystemen. Die Anlagen sind hauptsächlich für hochdichte GPU-Server und KI-Computing-Lasten ausgelegt und können den Platzbedarf sowie die Kühlenergie herkömmlicher Luftkühlsysteme reduzieren.

Gemäß dem zuvor veröffentlichten technischen Konzept wird Submer neben der Planung und dem Bau des Rechenzentrums auch bei der Erstellung von Designstandards für Flüssigkühlungsanlagen, dem Aufbau lokaler Lieferketten und der Schulung von Fachkräften mitwirken. Die Regierung von Madhya Pradesh ist für das Land, die Anbindung an die Infrastruktur und die entsprechende administrative Unterstützung zuständig. Die Zuweisung der 15 Acres Land bedeutet, dass diese Zusammenarbeit erstmals ein klareres Projektgebiet aufweist. Ob dieses Grundstück die erste Phase der 1-GW-Planung beherbergen wird und welche Rechenkapazität dort installiert werden soll, muss jedoch noch durch spätere Ankündigungen bestätigt werden.

Hochdichte KI-Rechenzentren stellen hohe Anforderungen an die externe Infrastruktur. Neben Serverräumen und Kühlsystemen benötigt das Projekt auch leistungsstarke Umspannwerke, Notstromversorgung, Hochgeschwindigkeitsnetzwerke innerhalb des Rechenzentrums sowie mehrere Glasfaserleitungen, die an das Backbone-Netz des Betreibers angebunden sind. Sollten parallel Halbleiteranlagen gebaut werden, sind zusätzlich Reinräume, Spezialgase, Reinstwasser, Prozessablufteinrichtungen und präzise Umgebungskontrollsysteme erforderlich. Die offiziellen Informationen erwähnen derzeit jedoch nur die Investitionszusage für die Halbleiterindustrie und das Grundstück für das Rechenzentrum, ohne konkrete Pläne für Chipfabriken, Verpackungs- und Testlinien oder die Installation von Halbleiterausrüstung zu nennen.

Der nächste entscheidende Schritt des Projekts wird die Fertigstellung des Masterplans für das Grundstück in Achapura, die Festlegung der Rechenzentrumskapazität der ersten Phase, die Sicherstellung der Strom- und Glasfaserversorgung sowie der Baubeginn sein. Für das Gesamtprojekt im Wert von 2 Milliarden US-Dollar bleibt abzuwarten, ob Submer oder die Regierung von Madhya Pradesh weitere Details zum Bauzeitplan, zur Größe der einzelnen Phasen und zu den konkreten technischen Inhalten des Halbleitergeschäfts bekannt geben werden.

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