GCF-Gruppe erhält 20-Millionen-Euro-Auftrag von der Deutschen Bahn
2026-08-07 11:39
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de.wedoany.com-Bericht: Generale Costruzioni Ferroviarie S.p.A. (GCF) ist mit ihren Tochtergesellschaften GCF Elettriche und GCF Power mit ihrem ersten Auftrag in Deutschland von der Deutschen Bahn beauftragt worden. Der Auftrag im Wert von rund 20 Millionen Euro umfasst die Verlegung der Stromversorgungsanlagen am Knoten München-Westkreuz und markiert den offiziellen Markteintritt in Deutschland. Es ist das erste Projekt im Rahmen der Modernisierung des Münchner S-Bahn-Netzes.

GCF-Gruppe expandiert auf den deutschen Markt

Das Projekt wird von der DB InfraGO AG, dem Infrastrukturbereich der Deutschen Bahn, vergeben und ist Teil der ergänzenden Netzmaßnahme „NeM 13" (Complementary Network Measure), die darauf abzielt, das Münchner S-Bahn-Netz zu stärken und die Inbetriebnahme der zweiten S-Bahn-Stammstrecke vorzubereiten.

Giuseppe Brecciaroli, CEO von GCF, erklärte, der deutsche Markt befinde sich in einer Phase starken Wachstums, mit erheblichen Investitionen in die Modernisierung und den Ausbau des nationalen Schienennetzes. Dass GCF als Industriegruppe aus sich ergänzenden Unternehmen in diesen Markt eintreten könne, zeige, dass ihre Fachkenntnisse, technischen Fähigkeiten und der Mehrwert ihres kooperativen Arbeitsmodells anerkannt würden.

Zur Beseitigung des Engpasses am Knoten München-Westkreuz hat die Deutsche Bahn im Jahr 2024 mit dem Bau der zweiten „Stammstrecke" begonnen, die parallel zur bestehenden Strecke verläuft und unabhängig betrieben wird. Parallel dazu gestartete Begleitmaßnahmen umfassen die Beseitigung von niveaugleichen Kreuzungen, die Trennung von S-Bahn-Gleisen, den Bau von Unterführungen sowie Fuß- und Radwegen sowie den Neubau von Eisenbahnbrücken, Gleisen, Weichen und Stromversorgungsleitungen.

Die Kernarbeiten von GCF umfassen die Sanierung und Modernisierung der 110-kV-Hochspannungsleitungen und der Oberleitungsanlagen. Am Knoten München-Westkreuz treffen derzeit drei Hauptbahnlinien zusammen, mit starkem Personen- und Güterverkehr. In Verbindung mit der hohen Urbanisierung der Region stellt die Baudurchführung erhebliche logistische Herausforderungen dar. Das Projekt umfasst die Lieferung und Installation von Kombimasten, die sowohl das 15-kV-Bahnstromsystem als auch die 110-kV-Hochspannungsleitungen tragen müssen, was komplexe statische Berechnungen und spezielle Genehmigungen erfordert.

Während der Bauarbeiten muss das Schienennetz vollständig in Betrieb bleiben. Für die Umsetzung der Mastversetzungen ohne Unterbrechung der Stromversorgung werden provisorische Umleitungen und temporäre Verankerungssysteme eingesetzt. Aufgrund der Arbeiten in sensibler Umgebung werden strenge Boden- und Gewässerschutzmaßnahmen ergriffen sowie eine kontinuierliche Lärmüberwachung durchgeführt, um die Auswirkungen auf die umliegenden Wohngebiete zu minimieren. Die Arbeiten erfordern zudem eine enge Abstimmung mit anderen Tiefbau- und Gleiserneuerungsunternehmen sowie ein kooperatives Logistikmanagement.

Die ersten Arbeiten sollen Anfang Juni beginnen und sich über mehrere Jahre erstrecken, mit einer geplanten Fertigstellung im Jahr 2030. Das Projekt zielt darauf ab, die Kapazität zu erhöhen, neue S-Bahn-Expressverbindungen und einen 15-Minuten-Takt zu unterstützen, die Pünktlichkeit durch die Beseitigung von Zugkonflikten und die Reduzierung der Verspätungsfortpflanzung zu verbessern und die Zuverlässigkeit des westlichen Knotens im gesamten S-Bahn-Netz zu stärken.

Mit der Inbetriebnahme der zweiten Stammstrecke im Jahr 2035 planen die Deutsche Bahn, die Stadt München, der Freistaat Bayern und die Bundesregierung, das S-Bahn-System effizienter und zuverlässiger zu machen und einen größeren Anteil des Verkehrs auf ein modernes und ökologisch nachhaltiges Schienennetz zu verlagern. Die GCF-Gruppe erklärte, sie werde diesen Prozess mit ihrer im internationalen Eisenbahninfrastrukturbau erworbenen Fachkompetenz begleiten.

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