Fünf US-amerikanische Güterverkehrsorganisationen fordern die Ablehnung der 85 Milliarden US-Dollar schweren Eisenbahnfusion
2026-08-10 11:16
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Am 6. August reichten fünf US-amerikanische Branchenverbände der Güterverkehrswirtschaft einen gemeinsamen Antrag bei der Surface Transportation Board ein, mit dem Ziel, den überarbeiteten Antrag der Union Pacific Railroad auf Übernahme der Norfolk Southern Railway direkt abzulehnen. Die beteiligten Organisationen sind der Ansicht, dass die von beiden Unternehmen eingereichten Anträge und ergänzenden Unterlagen weiterhin nicht ausreichend belegen, dass diese 85 Milliarden US-Dollar schwere Transaktion den Kriterien des öffentlichen Interesses entspricht, und daher nicht in das anschließende umfassende Prüfverfahren eintreten sollte.

Der gemeinsame Antrag wurde von der Alliance for Chemical Distribution, dem American Chemistry Council, der American Fuel & Petrochemical Manufacturers Association, dem Fertilizer Institute und der National Industrial Transportation League eingereicht. Diese Organisationen sind der Auffassung, dass die vorliegenden Unterlagen die möglichen Auswirkungen eines verringerten Eisenbahnwettbewerbs, von Transportdienstunterbrechungen und einer anschließenden Branchenkonsolidierung nicht umfassend bewerten und es zudem an konkreten Maßnahmen mangelt, die die Wettbewerbsoptionen der Güterverkehrskunden verbessern könnten.

Union Pacific und Norfolk Southern unterzeichneten im Juli 2025 eine Fusionsvereinbarung und reichten im Dezember desselben Jahres einen Regulierungsantrag ein. Die Surface Transportation Board gab die erste Version des Antrags im Januar dieses Jahres mit der Begründung unvollständiger Informationen zurück; nachdem die beiden Unternehmen den Antrag am 30. April erneut eingereicht hatten, bestätigte das Gremium am 28. Mai, dass die Unterlagen die Vollständigkeitsanforderungen erfüllen, setzte die weitere Prüfung jedoch aus und forderte zusätzliche Informationen zu Wettbewerbsauswirkungen, Marktanteilen, Servicegarantien, Eisenbahnzugängen und möglichen Folgefusionen an.

Die beiden Unternehmen reichten am 7. und 27. Juli ergänzende Unterlagen ein und schlugen gleichzeitig vor, den Preismechanismus für den Eisenbahnzugang zu erweitern, alternativen Eisenbahnoptionen für einen Teil der Güterverkehrskunden zu erhalten und es Kunden während der Fusionsintegrationsphase bei Serviceverschlechterungen zu ermöglichen, vorübergehend andere Transportdienste zu nutzen. Union Pacific und Norfolk Southern rechnen damit, dass die Transaktion bei Erhalt der behördlichen Genehmigung Mitte 2027 abgeschlossen werden kann.

Falls die Transaktion genehmigt wird, würde das fusionierte Eisenbahnnetz die Transportsysteme der östlichen und westlichen USA verbinden und damit den ersten einzelnen Güterbahnbetreiber des Landes mit transkontinentaler Reichweite bilden. Die beiden Unternehmen gehen davon aus, dass die Reduzierung von Rangier- und Umladevorgängen den Güterverkehrskunden jährlich Einsparungen von etwa 3,5 Milliarden US-Dollar bringen könnte; die Güterverkehrsorganisationen hingegen sind der Ansicht, dass die vorliegenden Unterlagen noch nicht ausreichend belegen, dass diese Vorteile die Marktkonzentrations- und Servicerisiken aufwiegen können. Die Surface Transportation Board wird zunächst über diesen Ablehnungsantrag beraten, bevor sie entscheidet, ob die Fusion in die Phase der materiellen und umweltbezogenen Prüfung eintreten kann.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com