TMH aus Russland plant gemeinsame Entwicklung von Hochgeschwindigkeitszügen für 360 km/h mit Indien

2026-09-16 14:19
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de.wedoany.com-Bericht: Am 15. September hat die russische Holdinggesellschaft für Transportmaschinenbau TMH auf der in Neu-Delhi stattfindenden Messe INNOPROM. INDIA vorgeschlagen, mit Indien eine wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit im Hochgeschwindigkeitsbahnbereich aufzunehmen und gemeinsam Hochgeschwindigkeitszüge für den indischen Markt zu entwickeln. Gleichzeitig hat TMH erstmals das Konzept des Hochgeschwindigkeitszuges Ivolga FG öffentlich vorgestellt, der für eine Entwurfsgeschwindigkeit von 360 km/h ausgelegt ist und auf den künftigen indischen Markt für Hochgeschwindigkeitsbahnausrüstung ausgerichtet ist.

Dem von TMH vorgestellten Konzept zufolge ist der Ivolga FG bei einer Geschwindigkeit von 200 km/h für eine autonome Reichweite von etwa 100 km ausgelegt und kann mit einem automatisierten Fahrsystem der Stufen GoA3/GoA4 ausgestattet werden; die Hinderniserkennungsreichweite beträgt bis zu etwa 2000 m. Das Fahrzeug befindet sich derzeit noch im Konzept- und Entwicklungsstadium und gehört nicht derselben Geschwindigkeitsklasse an wie die derzeit in Russland eingesetzten elektrischen Ivolga-Nahverkehrstriebzüge; die bestehende Ivolga-Baureihe verkehrt hauptsächlich im Geschwindigkeitsbereich von 120–160 km/h.

TMH hat in Indien bereits eine Grundlage für die lokale Fertigung von Schienenfahrzeugen geschaffen. Das von ihm mitgegründete Unternehmen Kinet Railway Solutions treibt derzeit das Projekt zur Fertigung und Wartung von 120 Vande-Bharat-Schlafwagenzügen voran, wobei jeder Zug 16 Wagen umfasst und die Fahrzeuge im Marathwada Rail Coach Factory in Latur im Bundesstaat Maharashtra produziert werden. Sollte die Zusammenarbeit im Hochgeschwindigkeitsbereich weiter voranschreiten, könnte das bestehende Joint-Venture-Fertigungssystem als industrielle Basis für die nachfolgende Entwicklung, lokale Produktion und den Aufbau der Lieferkette dienen.

Indien hat im Eisenbahnplan für das Haushaltsjahr 2026–2027 den Bau von sieben neuen Hochgeschwindigkeitsbahnkorridoren mit einer Gesamtlänge von nahezu 4000 km und einem geschätzten Investitionsvolumen von etwa 16 Billionen Rupien vorgeschlagen. Zu den geplanten Strecken gehören Delhi–Varanasi, Varanasi–Patna–Siliguri, Chennai–Bengaluru, Bengaluru–Hyderabad, Chennai–Hyderabad, Mumbai–Pune und Pune–Hyderabad.

Der derzeitige Hochgeschwindigkeitsbahnbau in Indien konzentriert sich weiterhin auf das Projekt Mumbai–Ahmedabad, das eine Gesamtlänge von etwa 508 km und eine maximale Betriebsgeschwindigkeit von 320 km/h aufweist. Da sieben zusätzliche Hochgeschwindigkeitsbahnkorridore in die Planung aufgenommen werden, entsteht ein neuer langfristiger Beschaffungsbedarf für Fahrzeuge, Traktionsstromversorgung, Signal- und Kommunikationstechnik, Bahnsysteme und Wartungsausrüstung. Das von TMH nun vorgeschlagene Kooperationskonzept für Züge der 360-km/h-Klasse ist vor dem Hintergrund dieser Markterweiterung zu sehen.

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