Das US-amerikanische Unternehmen für Wärmebehandlung und Metallurgietechnik, Bodycote, hat kürzlich in seiner Fabrik in Rancho Dominguez, Kalifornien, einen 2-MW-Alkali-Elektrolyseur zur Wasserstofferzeugung vor Ort installiert. Das von dem Startup Hgen bereitgestellte System soll die metallurgische Wasserstoffversorgung für Bodycotes Kunden aus der Luft- und Raumfahrt, der Verteidigung, der Automobilindustrie und der Energiebranche unterstützen.
Bodycote plant, die Wasserstofferzeugung vor Ort zu nutzen, um die Betriebskosten und CO₂-Emissionen für Prozesse wie Vakuumglühen, Wärmebehandlung und Diffusionsschweißen zu senken. Wasserstoff wird bei Wärmebehandlungsprozessen verwendet, um eine schützende reduzierende Atmosphäre bereitzustellen und die Bildung von Oberflächenoxiden zu reduzieren. Durch den Wechsel zur Wasserstofferzeugung vor Ort erwartet das Unternehmen, die Abhängigkeit von externer Gaslieferung zu verringern und sowohl Kosten als auch Emissionen zu reduzieren.
Hgen konzentriert sich auf die Herstellung kleinerer, unter Druck stehender Alkali-Elektrolyseure für industrielle Gasanwendungen. Das Unternehmen gibt an, dass seine containerisierten Systeme eine bis zu 20-mal höhere Leistungsdichte als herkömmliche Alkali-Elektrolyseure aufweisen und auch bei intermittierender Stromversorgung durch erneuerbare Energien stabil laufen können. Im September 2024 erhielt Hgen eine Finanzierung von 5 Millionen US-Dollar, um die Kommerzialisierung seiner Elektrolyseure vor Ort zu beschleunigen.
Bodycote gab an, in Zukunft weitere Hgen-Elektrolyseursysteme in anderen Fabriken einzusetzen, um die Wasserstofflieferkette weiter zu optimieren.









