Trump unterzeichnet Executive Order zu KI – 30-tägiges exklusives Zugriffsrecht
2026-06-03 09:46
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de.wedoany.com-Bericht: US-Präsident Donald Trump hat eine Executive Order zu Künstlicher Intelligenz unterzeichnet, die mehrere Arbeitsgruppen zu KI- und IT-Sicherheitsthemen einrichtet, jedoch keine konkreten Maßnahmen zu den Sicherheitsrisiken der KI selbst ergreift. Vor Erlass dieser Anordnung hatte Trump bereits am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit die zuvor zwischen der US-Regierung und der KI-Branche geschlossenen Vereinbarungen aufgehoben. Die Anordnung erklärt die Förderung von KI-Innovation und -Sicherheit zum Ziel, setzt jedoch vor allem auf die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor, um die Modernisierung der IT-Systeme von Verwaltung und Privatwirtschaft voranzutreiben und die Abwehrfähigkeit gegen externe Bedrohungen zu stärken. Bemerkenswert ist, dass Insider die größte Bedrohung grundsätzlich in internen Tätern sehen, und in jüngster Zeit kommen die Risiken durch intern bereitgestellte KI-Agenten hinzu.

Die Anordnung verlangt, innerhalb von 30 Tagen die IT-Abwehr von Militär-, Geheimdienst- und Zivilbehörden sowie deren Dienstleistern zu priorisieren, KI-gestützte Abwehrtools zu verbessern und den Justizminister anzuweisen, die Bekämpfung von Straftaten mit KI zu verstärken. In Bezug auf den Haushalt drängt Trump die Behörden zur Beschaffung von IT-Sicherheitstools und -Dienstleistungen, ohne jedoch die Finanzierungsquellen klar zu benennen – was von außen als politisches Signal an das Parlament und nicht als substanzielle Mittelzuweisung gewertet wird. Das Haushaltsamt des Weißen Hauses muss bestehende Finanzierungsprogramme finden, um die Entwicklung fortschrittlicher KI zur Erkennung von Sicherheitslücken zu unterstützen.

Das Finanzministerium wird gemeinsam mit dem Verteidigungsminister (vertreten durch die National Security Agency) und dem Minister für Innere Sicherheit (vertreten durch die Cybersecurity and Infrastructure Security Agency) ein KI-Abwicklungszentrum einrichten. Dieses Zentrum wird mit der KI-Branche und Betreibern kritischer Infrastrukturen „freiwillig zusammenarbeiten“, um das Scannen und die priorisierte Behebung von Softwaresicherheitslücken zu koordinieren, selbstständig Schwachstellen zu identifizieren und zu bestätigen, die koordinierte Behebung und Verteilung von Sicherheitsupdates zu priorisieren, ohne jedoch die Offenlegung von Informationen gegenüber der Öffentlichkeit vorzuschreiben. Die National Security Agency und andere Behörden entscheiden, ob und wann Schwachstellen behoben werden, während die nationale Schwachstellendatenbank des National Institute of Standards and Technology keine direkte Unterstützung erhält.

Um den Mangel an IT-Experten zu beheben, hatte die US-Regierung Ende 2025 die Gründung der „US Technology Force“ angekündigt, die es fast 30 KI-Unternehmen erlaubt, rund 1.000 ihrer Mitarbeiter für zwei Jahre in verschiedene Ministerien zu entsenden. Die neue Anordnung verlangt eine Ausweitung dieses Programms, und die Behörden benötigen mehr IT-Sicherheitsexperten. Artikel 3 der Executive Order gewährt der US-Regierung ein exklusives Vorzugsrecht auf die fortschrittlichsten KI-Frontmodelle und verlangt, dass diese zunächst 30 Tage lang ausschließlich von der Regierung genutzt werden. Danach legen Betreiber und Regierung gemeinsam fest, welche vertrauenswürdigen Partner das Modell nutzen dürfen, um sichere Innovationen zu fördern und die IT-Sicherheit kritischer Infrastrukturen zu stärken. Der Präsident schafft einen freiwilligen Rahmen für KI-Entwickler, und eine Arbeitsgruppe aus National Security Agency, Cybersecurity and Infrastructure Security Agency und Finanzministerium erstellt geheime Vergleichsbenchmarks, anhand derer die National Security Agency neue Modelle bewertet und Entwickler gegebenenfalls benachrichtigt. Teilnehmer können aktiv nachfragen, ob ein Modell als Frontmodell eingestuft werden könnte, um zu vermeiden, dass Unternehmen technische Errungenschaften unterschätzen und Modelle vorschriftswidrig veröffentlichen.

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