Brasilien überarbeitet Auktionsplan für sechs Wasserstraßenkonzessionen
2026-06-04 10:56
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de.wedoany.com-Bericht: Die brasilianische Regierung überarbeitet den Auktionsplan für Konzessionsverträge für Wasserstraßen, nachdem Proteste indigener Gemeinschaften zur Aussetzung einiger Projekte geführt hatten. Marcus Cavalcanti, Sondersekretär des Bundesprogramms für Investitionspartnerschaften (PPI), erklärte gegenüber BNamericas, dass die Behörden diese Projekte neu bewerten, um festzustellen, ob das Konzessionsmodell optimal ist oder ob es andere praktikable Alternativen gibt.

Brasilien ändert Plan für Wasserstraßenkonzessionen

Ursprünglich plante die Bundesregierung, Konzessionsverträge für sechs Wasserstraßen – den Paraguay-Paraná-Fluss, den Tocantins-Fluss, den Madeira-Fluss, die Lagoa Mirim, den Nord-Pará und den Tapajós-Fluss – zu versteigern, doch dieser Zeitplan wird derzeit überprüft. Anfang des Jahres hatte die Regierung beschlossen, die Auktionen für die im Amazonas-Regenwald gelegenen Wasserstraßen Madeira, Tocantins und Tapajós vorübergehend auszusetzen, die zuvor per Präsidialdekret von 2025 genehmigt worden waren. Grund für die Aussetzung sind Bedenken indigener Gruppen, dass die Wasserstraßenkonzessionen ihre Lebensweise beeinträchtigen könnten; Anfang des Jahres hatten verschiedene indigene Vertreter Einrichtungen des multinationalen Unternehmens Cargill in Santarém im Bundesstaat Pará besetzt, um zu protestieren.

Derzeit evaluiert die Regierung das optimale Investitionsmodell für die Wasserstraßen. Cavalcanti erklärte, dass traditionelle Konzessionen bei bestimmten Wasserstraßen möglicherweise nicht ideal seien; es müsse der erforderliche Investitionsumfang bewertet und das beste Vergabemodell verstanden werden. Je nach den spezifischen Umständen könnten andere Formen langfristiger Verträge sinnvoller sein. Er betonte, dass es entscheidend sei, sicherzustellen, dass die Wassertransportwege keine sensiblen sozialen und ökologischen Faktoren beeinträchtigen.

Laut dem Sekretär bleiben die Ziele der Regierung für Investitionen in Wasserstraßen unverändert, nämlich die Abhängigkeit des nationalen Logistiksystems vom Straßengüterverkehr zu verringern. Derzeit werde nach einem Modell gesucht, das sowohl die Entwicklung der Wasserstraßen fördert als auch soziale und ökologische Bedenken minimiert.

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