de.wedoany.com-Bericht: Die Duke University hat einen Roboter namens Argus entwickelt, der sich sofort in jede Richtung sehen und bewegen kann. Sein Designprinzip bietet neue Ansätze für die dynamische Symmetrie von Robotern. Die Forschungsergebnisse wurden am Mittwoch online in der Fachzeitschrift Science Robotics veröffentlicht.

Der Ingenieurprofessor Boyuan Chen und sein Team versuchten nicht, die symmetrischen Formen von Menschen, Hunden oder Insekten in der Natur nachzuahmen, sondern konzentrierten sich auf die Gleichmäßigkeit der Bewegung in alle Richtungen – das, was er als „dynamische Symmetrie“ bezeichnet. Das Ergebnis dieser Idee ist Argus, benannt nach dem vieläugigen Riesen der Mythologie. Er hat eine runde Form, von deren zentralem Kern 20 ausfahrbare Beine ausgehen, die jeweils mit einer Tiefensensorkamera ausgestattet sind. Da es kein Vorne, Hinten, Oben oder Unten gibt, kann Argus sofort in jede Richtung sehen und sich bewegen.
In Experimenten durchquerte Argus erfolgreich Sandstrände und Unterholz, rollte über Hindernisse und stabilisierte sich nach Stößen von selbst. Er kann auch klettern, indem er sich zwischen parallelen Ziegelwänden abwechselnd abstützt und vorwärtsschiebt. Selbst wenn ein oder mehrere Motoren ausfallen oder ein Bein bricht, funktioniert er weiter. Der Doktorand Jiaxun Liu, Mitautor der Studie, sagte: „Argus in Bewegung zu sehen, unterscheidet sich völlig von jedem anderen Roboter, den wir je untersucht haben. Als wir ihn zum ersten Mal zwischen Bäumen und über unwegsames Gelände navigieren sahen, selbst nach heftigen Zusammenstößen, wussten wir, dass dies etwas Außergewöhnliches ist.“
Im Rahmen der Forschung schlug das Team ein neues Designprinzip namens „dynamische Isotropie“ vor, das bewertet, wie gleichmäßig ein Roboter in alle Richtungen beschleunigen kann, auf einer Skala von 0 bis 1. Die meisten heutigen Roboter, einschließlich humanoider Roboter und Drohnen, erzielen Werte unter 0,6, während Argus einen Wert von 0,91 erreicht.
Boyuan Chen erklärte, dass ein Roboter, der in alle Richtungen gleich gut beschleunigen kann, nicht mehr in einer bestimmten Weise zur Welt ausgerichtet sein muss. Er hofft, dass dieses Prinzip die Entwicklung von Such- und Rettungsrobotern, Unterwasser- oder Luftfahrzeugen oder Robotern mit Greiffähigkeiten leiten kann. Er sagte: „Anstatt eine Roboterhand zu bauen, die wie eine menschliche Hand aussieht … könnte man darüber nachdenken, Argus selbst zur Hand zu machen, die Objekte in jede Richtung manipulieren kann. Das Wissen, das wir an andere Bereiche der Welt weitergeben können, ist weitaus tiefgreifender, als bestehende Roboter zu bauen oder bestehende Arten zu kopieren.“
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