Hensoldt und andere treiben die Flugerprobung des Eurofighter-Radars Mk.1 voran
2026-06-06 16:13
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de.wedoany.com-Bericht: Die Unternehmen Hensoldt, Indra und Leonardo haben bekannt gegeben, dass das europäische Common Radar System ECRS Mk.1 mit aktiver elektronischer Abtastung (AESA) für die Flugerprobung bereit ist. Dieses Radar wird für die Eurofighter-Kampfflugzeuge Deutschlands und Spaniens eingesetzt. Indra hat zuvor Bodentests des Sensors durchgeführt, bei denen Gelegenheits- und Kooperationsziele bestrahlt wurden. Die drei Unternehmen erklärten, dass die ersten Testergebnisse auf eine gute Robustheit und Leistungsfähigkeit des Sensors hindeuten.

ECRS Mk.1

Der nächste Schritt für das Radar ist der Einbau in den für die Entwicklung genutzten Eurofighter-Erprobungsträger sowie in einen von Airbus vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ausgeliehenen Airbus A320-Passagierjet, der mit der Nase eines Eurofighters für Radarexperimente ausgestattet ist. Das Mk.1-Radar wird die neu gebauten Eurofighter der Tranche 4 ausrüsten, die von Deutschland und Spanien beschafft werden, und wird voraussichtlich auch in den von Deutschland bestellten Flugzeugen der Tranche 5 zum Einsatz kommen. Die deutsche Luftwaffe wird das Radar zudem in ihre Maschinen der Tranchen 2 und 3 nachrüsten.

Parallel zu diesen Fortschritten bereitet sich Airbus Defence and Space darauf vor, in den kommenden Wochen die ersten Eurofighter der Tranche 4, die in Manching (Deutschland) und Getafe (Spanien) gebaut werden, zu ihren Jungfernflügen zu starten. Airbus gab am 1. Juni bekannt, dass der erste spanische Tranche-4-Eurofighter das Werk verlassen hat. Da die ersten Mk.1-Radarsätze für die Auslieferung an Deutschland und Spanien im Jahr 2027 vorgesehen sind, werden die Tranche-4-Flugzeuge zunächst mit dem Mk.0-AESA-Radar (einer Variante für die Flugzeuge Kuwaits und Katars) ausgeliefert, das jedoch mit einer von Hensoldt gefertigten Antenne ausgestattet ist; dieser Sensor wird als „Radar Mk.1, Step 0“ bezeichnet.

Mónica Pérez Fernández, Eurofighter-Programmdirektorin bei Indra, erklärte, der Start der Testphase sei ein entscheidender Meilenstein, um den Eurofighter mit einem AESA-Radar mit fortschrittlichen Fähigkeiten auszustatten, das die Überlegenheit des Kampfflugzeugs in den kommenden Jahren unterstützen werde. Sie fügte hinzu, dass dieses Radar zu den fortschrittlichsten Bordradaren gehören werde, die je in Dienst gestellt wurden, und ein Beispiel dafür sei, wie eine langjährige Zusammenarbeit zwischen führenden europäischen Unternehmen schnellere Fortschritte ermögliche. Die drei Unternehmen gaben an, dass das Mk.1-Radar ein mehrkanaliges AESA-System und einen Hochleistungsprozessor nutzt, die dem Sensor fortschrittliche Luft-Luft- und hochauflösende Luft-Boden-Modi sowie passive und aktive elektronische Kampffähigkeiten verleihen.

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