de.wedoany.com-Bericht: Die Rindfleischexporte aus der nordöstlichen Region Brasiliens verzeichneten ein starkes Wachstum. Im ersten Quartal dieses Jahres erreichte die Exportmenge 9.400 Tonnen, ein Anstieg von 51,38 % im Vergleich zum Vorjahr, womit das Wachstum deutlich über dem landesweiten Anstieg von 17 % im gleichen Zeitraum lag. In den ersten drei Monaten dieses Jahres werden die brasilianischen Rindfleischexporte voraussichtlich 4,28 Millionen Tonnen übersteigen, was 34,6 % der Inlandsproduktion entspricht.

Die Schlachtmenge in der nordöstlichen Region stieg im Vergleich zu 2025 ebenfalls um 2,96 %, was die Ausweitung halbintensiver und intensiver Haltungssysteme in der Region, den verstärkten Technologieeinsatz und die Integration mit Getreideanbaugebieten widerspiegelt.
Die oben genannten Daten wurden vom Technischen Büro für Wirtschaftsstudien des Nordostens (Etene), einer Einrichtung der Bank des Nordostens (BNB), analysiert. Die Behörde wies darauf hin, dass das nordöstliche Rindfleisch sowohl in Bezug auf die Exportmenge als auch auf die Einnahmen bemerkenswerte Ergebnisse erzielt habe und die Exportziele stärker diversifiziert seien. Die Bundesstaaten Pernambuco (Anstieg um 124 %), Bahia (Anstieg um 65 %), Maranhão (Anstieg um 30 %) und Ceará (Anstieg um 42 %) verzeichneten ein starkes Wachstum, was auf die Zertifizierung lokaler Schlachthöfe und verbesserte Hygienebedingungen zurückzuführen ist.
Laut einer aktuellen Studie von Etene, verfasst von Kamilla Ribas Soares, befindet sich die brasilianische Rindfleisch-Wertschöpfungskette seit 2025 in einer Transformationsphase, die mit der Umkehrung des Viehzyklus zusammenhängt. Diese Phase ist gekennzeichnet durch die Beibehaltung von Kühen, eine allmähliche Verringerung des Angebots sowie steigende Preise für Mast- und Zuchtvieh.
Die Forscher analysierten, dass der Außenmarkt trotz der guten Exportleistung in jüngster Zeit mit Herausforderungen wie geopolitischen Konflikten, logistischer Instabilität sowie der Einführung von Zöllen und Quoten durch die Importländer konfrontiert sei. Dies verstärke die Notwendigkeit einer Marktdiversifizierung und einer Wertsteigerung der Produkte weiter.
Die Studie von Etene prognostiziert zudem, dass Brasilien der weltweit größte Rindfleischproduzent werden wird, mit einer Produktion von 12,4 Millionen Tonnen im Jahr 2026, was 20 % der globalen Produktion entspricht. Allerdings schrumpfte diese Zahl im Vergleich zu 2025 um fast 2 %, was auf einen Rückgang der Rinderschlachtungen aufgrund der Umkehrung des Viehzyklus zurückzuführen ist.
Die Bank des Nordostens spielt eine Schlüsselrolle bei der Förderung der Entwicklung der Agrarindustrie und der Familienlandwirtschaft in ihrem Geschäftsgebiet. Von 2020 bis März 2026 investierte die Bank über den Verfassungsfonds zur Finanzierung des Nordostens (FNE) fast 26 Milliarden Real in die Rindfleischproduktion. Im Jahr 2025 beliefen sich die Investitionen auf rund 6 Milliarden Real, wovon 61 % in die semiaride Region flossen.
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