de.wedoany.com-Bericht: Ein fortschrittliches Unterwasserfahrzeug (AUV), das von der norwegischen Offshore-Direktion (Norwegian Offshore Directorate, NOD) beschafft wurde, hat seine erste Mission begonnen, um den Meeresboden in der nördlichen Norwegischen See zu kartieren.

Seit dem 19. Jahrhundert wird der Meeresboden schrittweise kartiert, doch früher wurde die Wassertiefe lediglich mit Senkblei gemessen, sodass das Wissen über die Struktur des Meeresbodens und die Morphologie des Meeresgrundes begrenzt war. Seitdem haben technologische Fortschritte das Verständnis der Unterwasserwelt erheblich erweitert. Derzeit erfolgt die Kartierung hauptsächlich mit schiffsgestützten Fächerecholoten, um detaillierte Übersichten des Meeresbodens zu erhalten, ergänzt durch die Erfassung höher auflösender Daten mittels AUV. Derartige anspruchsvolle Kartierungsmissionen wurden in der Vergangenheit häufig an private Unternehmen vergeben.
Im Jahr 2025 finanzierte das norwegische Energieministerium über die norwegische Offshore-Direktion die Beschaffung eines HUGIN Superior AUV. Dieses Fahrzeug wird vom norwegischen Meeresdatenzentrum (Norwegian Marine Data Centre, NORMAR) betrieben, das der Universität Bergen angegliedert ist.
Dieses AUV hat kürzlich seine erste Expedition in der nördlichen Norwegischen See begonnen. Vor dem Start der Mission Anfang Juni 2026 fand in Bergen eine Taufzeremonie für das AUV statt, an der Vertreter der norwegischen Offshore-Direktion, des Energieministeriums, des norwegischen Meeresforschungsinstituts und der Kongsberg-Gruppe teilnahmen.
Hilde Braut, stellvertretende Direktorin für neue Industrien, erklärte, dies sei von großer Bedeutung für Norwegen. Norwegen verfüge nun über eigene fortschrittliche Kartierungsressourcen, die die Wissensbasis verbessern und die Fähigkeit stärken würden, die Tiefseegebiete verantwortungsvoll zu verstehen und zu verwalten. Norwegen freue sich auf qualitativ hochwertige Daten und eine weitere Vertiefung des Verständnisses seiner eigenen Tiefseeregionen.
Das beschaffte AUV kann in Tiefen von bis zu 6000 Metern operieren und hochauflösende Daten des Meeresbodens sammeln. Das Fahrzeug nutzt Sonar zum Aussenden und Reflektieren von Schallwellen, um Strukturen und Objekte mit hoher Präzision zu kartieren. Die norwegische Offshore-Direktion betont, dass es in vielerlei Hinsicht wie eine Unterwasserfledermaus sei, die Schallwellen zur Ortung und Informationssammlung einsetzt.
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