Neue Stromverbindung zwischen Spanien und Portugal erhöht Austauschkapazität um 1.000 Megawatt
2026-07-04 09:50
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de.wedoany.com-Bericht: Spanien und Portugal haben kürzlich eine neue 400-Kilovolt-Stromverbindung zwischen der Provinz Pontevedra und dem Distrikt Viana do Castelo offiziell in Betrieb genommen. Dadurch erhöht sich die Austauschkapazität zwischen beiden Ländern um rund 1.000 Megawatt, was das Stromsystem der Iberischen Halbinsel weiter stärkt und die Energiewende vorantreibt. Das von der spanischen Red Eléctrica und der portugiesischen Redes Energéticas Nacionais (REN) gemeinsam durchgeführte Projekt wurde von der Europäischen Kommission als Vorhaben von gemeinsamem Interesse eingestuft.

Stromverbindung Spanien Portugal

Durch diese Verbindung erreicht die Übertragungskapazität von Spanien nach Portugal 4.200 Megawatt und von Portugal nach Spanien 3.500 Megawatt. Schätzungen zufolge können jährlich 281 Gigawattstunden erneuerbare Energie integriert und die CO₂-Emissionen um 113.000 Tonnen reduziert werden. Die Leitung verbindet die Stromsysteme beider Länder über die spanischen Provinzen Ourense und Pontevedra sowie den portugiesischen Distrikt Viana do Castelo. Sie umfasst den Bau des 400-Kilovolt-Umspannwerks Bearíz, des 400/220-Kilovolt-Umspannwerks Fontefría sowie zwei neue 400-Kilovolt-Leitungen: eine 30 Kilometer lange Leitung zwischen den beiden Umspannwerken und eine 21,7 Kilometer lange Verbindungsleitung von Fontefría zur portugiesischen Grenze. Der portugiesische Abschnitt ist etwa 68 Kilometer lang und erstreckt sich von der Grenze bis zum Umspannwerk Ponte de Lima.

Bei der Auswahl des grenzüberschreitenden Querungspunkts berücksichtigten die beiden Unternehmen Nachhaltigkeits-, Umwelt- und Sozialkriterien sowie die technische Machbarkeit. Der endgültige Verbindungspunkt liegt zwischen Arbo (Pontevedra) und Melgaço (Viana do Castelo), wobei die schmalste Stelle des Río Miño mit den geringsten Umweltauswirkungen gewählt wurde. Im Rahmen der Leitungsplanung wurden Untersuchungen und Feldarbeiten durchgeführt, um die Auswirkungen auf das Territorium zu minimieren und das historische und natürliche Erbe zu schützen, darunter die Serra do Cando, Serra do Candán, Serra do Suido, Serra de Pena Corneira, der Río Tea, der Nationalpark Peneda-Gerês (Parque Nacional de Peneda-Gerês), die Kulturlandschaft Sistelo (Paisaje Cultural de Sistelo) sowie die Schutzgebiete des Río Miño und des Río Lima. Gleichzeitig wurde die Route gewählt, die am weitesten von bestehenden Wohnhäusern entfernt verläuft.

Was die Projektinvestitionen betrifft, so investierte Red Eléctrica mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Investitionsbank (Banco Europeo de Inversiones) und des EU-Programms Next Generation – Plan de Recuperación, Transformación y Resiliencia 57,6 Millionen Euro in den Bau der spanischen Leitungs- und Umspannwerksseite. Unter Einbeziehung der zugehörigen Infrastruktur belaufen sich die Gesamtinvestitionen auf über 70 Millionen Euro. Auf portugiesischer Seite betragen die Investitionen über 70 Millionen Euro, davon 44 Millionen Euro für den Bau der neuen Leitung und 26 Millionen Euro für den Bau des Umspannwerks Ponte de Lima.

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