Brasilianisches 100-MW-Rechenzentrum trägt 1,5 Milliarden BRL zum BIP und 590 Millionen BRL zum Arbeitseinkommen bei
2026-07-08 09:49
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de.wedoany.com-Bericht: Eine Studie der FGV (Getulio-Vargas-Stiftung) zeigt, dass ein Rechenzentrum mit einer Leistung von 100 Megawatt (MW) in Brasilien direkt und indirekt zu einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um insgesamt 1,5 Milliarden BRL und zu Arbeitseinkommen in Höhe von 590 Millionen BRL führen kann. Diese Gewinne verteilen sich auf mehrere Wirtschaftssektoren wie Baugewerbe, Handel und Ingenieurdienstleistungen.

Finanzierung des Rechenzentrums

Die Studie mit dem Titel „Potenzielle sozioökonomische Auswirkungen der Festigung Brasiliens als internationales digitales Infrastrukturzentrum im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ wurde von der FGV erstellt und am Dienstag (7. Juli) veröffentlicht. Die Studie ergab, dass für den Bau eines Rechenzentrums Gesamtinvestitionen in Höhe von 25 Milliarden BRL erforderlich sind, davon 5 Milliarden BRL für die Infrastruktur und 20 Milliarden BRL für Computergeräte (einschließlich Server, GPUs und Speicher). Es wird erwartet, dass dieser Prozess während der Bauphase von 18 bis 36 Monaten etwa 12.560 direkte und indirekte Arbeitsplätze in der gesamten Produktionskette schafft.

Nach der Inbetriebnahme wird das Rechenzentrum dauerhaft etwa 15 % der Arbeitsplätze aus der Bauphase erhalten. Die Einzelheiten der Studie wurden gemeinsam vom Instituto Livre Mercado (ILM), der Associação Brasileira da Infraestrutura e Indústrias de Base (Abdib), der Associação Brasileira das Empresas de Software (ABES), Brasscom, Dig.IA und dem Movimento Brasil Competitivo (MBC) in Brasília veröffentlicht. Im Bereich der Rechenzentren entstehen pro investierter Million BRL etwa 350.000 BRL an Arbeitseinkommen, davon 259.000 BRL als direkte Löhne und 91.000 BRL als Vergütung aus der Zuliefererbranche. Die Lohneinnahmen kommen IT-Fachkräften zugute und erstrecken sich auf Arbeitnehmer in Branchen wie Baugewerbe, Transport, Handel und Lebensmittel.

Die Studie weist darauf hin, dass die Festigung Brasiliens als digitaler Knotenpunkt von der Integration von Hardware, Software, Konnektivität und Energie abhängt, die die Grundlage der digitalen Infrastruktur bilden. Gleichzeitig wächst der durch Künstliche Intelligenz getriebene Bedarf an Rechenleistung, und die Stärkung der Produktionskette und des Technologie-Ökosystems, einschließlich Lieferanten, Innovation und Arbeitskräftequalifizierung, ist ebenfalls eine notwendige Voraussetzung.

Die im Auftrag von Scala Data Centers und Norgás durchgeführte Untersuchung geht davon aus, dass der überwiegend aus erneuerbaren Energien bestehende Strommix, die Verfügbarkeit von Land, die Größe des Inlandsmarktes und die geografische Lage Brasilien bei der Gewinnung von Rechenzentrums- und KI-Infrastrukturprojekten Vorteile verschaffen. Ein von der FGV skizziertes Szenario zeigt, dass die installierte digitale Infrastrukturkapazität des Landes bis 2035 von etwa 1 Gigawatt (GW) auf 13,7 GW anwachsen könnte. Diese Expansion könnte über 230.000 dauerhafte Arbeitsplätze stützen. Um die zusätzlichen 12,7 GW zu erreichen, sind Investitionen in Höhe von 431,8 bis 698,5 Milliarden US-Dollar erforderlich, was etwa 2,3 bis 3,7 Billionen BRL entspricht. Diese Mittel umfassen die physische Infrastruktur der Projekte sowie Computergeräte für Datenverarbeitung und KI-Anwendungen.

Der Stromsektor steht vor Herausforderungen. Obwohl die erneuerbare Energiematrix als Wettbewerbsvorteil angesehen wird, stellt die FGV fest, dass das Land den Netzausbau besser mit dem wachsenden Bedarf an Rechenzentren koordinieren und die Vorhersagbarkeit des Netzzugangs für Großprojekte verbessern muss. Regulatorische Fragmentierung und die Instabilität von Steueranreizen werden ebenfalls als Unsicherheitsfaktoren für Investoren genannt. Um diese Hindernisse zu bewältigen, schlägt die Studie Maßnahmen zur Förderung der inländischen Geräteproduktion, ein stabiles rechtliches Umfeld für Steueranreize und die Anerkennung von Rechenzentren als strategische Infrastruktur im Stromsektor vor. Die FGV empfiehlt außerdem die Einrichtung einer nationalen Koordinierungsstelle, die Regierung, Regulierungsbehörden und den Privatsektor verbindet, um Überschneidungen von Zuständigkeiten zu reduzieren und die Vorhersagbarkeit von Projekten zu verbessern.

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