ADB schreibt Machbarkeitsstudie für Stadtbahnprojekt in Georgien aus – Budget 393.000 USD
2026-07-08 13:43
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de.wedoany.com-Bericht: Der Bürgermeister von Tiflis, Kala Ladse, gab bekannt, dass die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) die Ausschreibung für eine Machbarkeitsstudie zum Stadtbahnprojekt in der georgischen Hauptstadt Tiflis gestartet hat. Es sollen internationale Beratungsunternehmen für eine technisch-wirtschaftliche Bewertung ausgewählt werden, um das Baukonzept, die wirtschaftliche Machbarkeit und das Investitionsvolumen des Projekts zu ermitteln. Die Bewerbungsfrist für Interessensbekundungen endet am 13. Juli.

Die Machbarkeitsstudie wird sich schwerpunktmäßig mit der Nutzung der bestehenden Eisenbahninfrastruktur Georgiens befassen, um ein hochfrequentes Vorortbahnsystem (auch „Stadtzug“ genannt) zu errichten. Dabei werden technische und wirtschaftliche Bewertungen für Stadtbahnkonzepte durchgeführt, die Tiflis mit Mzcheta, Lilo, dem internationalen Flughafen Tiflis, Rustawi und den östlichen Regionen verbinden. Bei Bedarf werden parallel Alternativen wie neue Eisenbahnabschnitte oder Umgehungsstrecken untersucht.

Das Budget für die Beratungsleistungen beträgt rund 393.000 USD, davon 333.000 USD für Beratung und damit verbundene Kosten sowie 60.000 USD als Rücklage für das Projekt. Die Beratungsorganisation muss gleichzeitig die ökologischen, sozialen und finanziellen Auswirkungen des Projekts bewerten, um eine Entscheidungsgrundlage für die optimale Bauvariante zu schaffen. Nach Abschluss der Studie wird die Beratungsorganisation einen Fahrplan für die Projektumsetzung erstellen, der die weiteren Bauschritte festlegt. Zudem sind Prognosen zum Fahrgastaufkommen für die nächsten 10 bis 30 Jahre erforderlich, das Potenzial für eine Verlagerung von Pkw-Nutzern auf die Schiene zu bewerten sowie Empfehlungen zu Haltestellenanordnung, Fahrzeugkonfiguration, Standortwahl für Betriebshöfe und Tarifsystem zu geben.

Das Projekt wird von der Stadtverwaltung Tiflis gemeinsam mit der Georgischen Eisenbahngesellschaft vorangetrieben und ist Teil des „Nachhaltigen Stadtverkehrsplans für Tiflis“. Es zielt darauf ab, die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Nahverkehrs im Großraum der Hauptstadt durch die Nutzung der bestehenden Eisenbahninfrastruktur zu verbessern. Die Idee, in Tiflis eine Stadtbahn (Hochbahn-Metro) zu bauen, wurde erstmals 2018 vorgeschlagen, geriet danach jedoch ins Stocken. Der damalige Plan sah eine schrittweise Umsetzung vor: In der ersten Phase sollten Samgori, Lilo und der internationale Flughafen Tiflis angebunden werden, in der zweiten Phase sollte die Strecke bis nach Rustawi verlängert werden.

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