Belgien überarbeitet Verpackungsabkommen: Hersteller müssen Abfallverantwortung übernehmen, europäische Wiederverwendungsbranche unterstützt dies
2026-03-27 13:57
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Kürzlich haben die Minister der belgischen Regionen Flandern, Wallonien und der Hauptstadtregion Brüssel sowie die Bundesregierung das „Abkommen zur Zusammenarbeit im Verpackungsbereich“ überarbeitet, um es mit der „Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle“ in Einklang zu bringen, die am 12. August 2026 in Kraft tritt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, Verpackungshersteller offiziell für ihre Abfälle verantwortlich zu machen und stößt auf Unterstützung aus der Wiederverwendungsbranche.

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Das neue Abkommen verlangt gemäß Artikel 43 der Verordnung von den Herstellern, die Ziele zur Verpackungsabfallvermeidung zu erreichen, und führt einen „Präventionsbeitrag“ von 50 Euro pro Tonne ein. Dieser wird nach Materialströmen berechnet und von den Herstellern oder einer Herstellerverantwortungsorganisation gezahlt, falls die Ziele nicht erreicht werden. Diese Maßnahme betrifft Hersteller nur bei Nichterreichen der Ziele und soll Anreize für Präventionsmaßnahmen schaffen, um Zahlungen zu vermeiden. Gleichzeitig wird sie materialübergreifend angewendet, um unfaire Substitution zu verhindern.

Die Unterzeichner erklärten, der „Präventionsbeitrag“ werde den Regionen finanzielle Unterstützung für die Umsetzung von Verpackungssystemen bieten und helfen, zukünftige Verstöße gegen die Lansink-Hierarchie bei Zielverfehlung zu vermeiden. Die Mittel könnten zur Finanzierung von Präventionsmaßnahmen wie Wiederverwendungssystemen, dem Verkauf loser Ware und Nachfülllösungen verwendet werden. Sie betonten, dass zwar alle Interessengruppen eine Rolle spielen sollten, die Verantwortung der Hersteller jedoch zu einer gerechten Verteilung der Anstrengungen beitrage und Verpackungsabfälle an der Quelle reduziere.

Für die Zukunft drängen die Unterzeichner die politischen Entscheidungsträger, die Maßnahmen umzusetzen und mit anderen Mitgliedstaaten sowie der Europäischen Kommission zusammenzuarbeiten, um die europäische Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Zu den Unterzeichnern gehören Vertreter von Organisationen wie der New European Reuse Alliance, Zero Waste Europe, Searious Business, der Fair Resource Foundation, der Alliance for Environmental Standards und City to Ocean.

Darüber hinaus haben die European Plastics Recyclers Association, Reloop, die European Recycling Industries' Confederation, Der Grüne Punkt und die European Waste Management Association in einem gemeinsamen Schreiben gefordert, für die Ziele zum recycelten Kunststoffanteil eine „Hergestellt in Europa“-Anforderung anzuwenden, um die lokale Recyclingbranche zu unterstützen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie, GemPSI und WVMetalle haben ebenfalls eine Erklärung unterzeichnet und die Europäische Kommission aufgefordert, den Omnibus-Vorschlag zu nutzen, um die PPWR-Gesetzgebung für Industrie- und Handelsverpackungen zu vereinfachen.

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