Für die vier geplanten Blöcke des Mahi-Banswara-Kernkraftwerks im indischen Bundesstaat Rajasthan wurde die Genehmigung für Aushubarbeiten erteilt. Die Genehmigung wurde am Donnerstag für Anushakti Vidyut Nigam Limited (Ashvini) bekannt gegeben, um dort 700-MWe-Schwerwasserreaktoren unter Druck zu errichten.

Ashvini ist ein Joint Venture, das 2024 von Nuclear Power Corporation of India Ltd. und National Thermal Power Corporation mit Anteilen von 51 % bzw. 49 % gegründet wurde. Für alle vier geplanten Blöcke des Mahi-Banswara-Kraftwerks wurden bereits im vergangenen Jahr Baugenehmigungen erteilt.
Das Kernkraftwerksprojekt ist Teil des indischen Flottenmodell-Programms, das darauf abzielt, zehn identische 700-MWe-Reaktoren an mehreren Standorten im ganzen Land unter Verwendung eines einheitlichen Designs und Beschaffungsplans zu errichten. Die Regierung erklärt, dass dieser Ansatz die Kosteneffizienz steigern, die Bereitstellung beschleunigen und die betriebliche Expertise verbessern soll.
Zu den weiteren Reaktoren im Flottenmodell-Programm gehören die Blöcke 5 und 6 des Kaiga-Kernkraftwerks in Karnataka, die Blöcke 3 und 4 des Gorakhpur-Kernkraftwerks in Haryana sowie die Blöcke 1 und 2 des Chutka-Kernkraftwerks in Madhya Pradesh. Zwei 700-MWe-PHWR-Blöcke im Kakrapar-Kernkraftwerk in Gujarat sind bereits kommerziell in Betrieb, während die Blöcke 7 und 8 in Rajasthan sich derzeit in der Inbetriebnahmephase befinden.
Indien betreibt derzeit 24 Kernkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von etwa 7.900 MW und plant eine erhebliche Erweiterung der Kernenergie. Das Land gibt an, dass von siebzehn Kernreaktoren mit einer Gesamtkapazität von 13.100 MW sieben im Bau und zehn in der Projektvorbereitung sind. Indien hat sich das Ziel gesetzt, bis 2047 eine Kernenergiekapazität von etwa 100 GW zu erreichen.









