Russland plant ab 2029 die Exploration und den Abbau von Uranvorkommen in Namibia. Dieser Schritt ist ein zentraler Teil seiner Bemühungen, die Energie- und Ressourcenzusammenarbeit in Afrika auszubauen. Namibia, als eines der weltweit wichtigsten Länder mit Uranressourcen, erwägt ebenfalls die Kernenergie als langfristige Energielösung, was eine strategische Übereinstimmung für die Zusammenarbeit der beiden Länder darstellt.

Die Zusammenarbeit wird vom russischen Staatskonzern Rosatom angeführt. Der russische Vizepremierminister Juri Trutnew (Юрий Петрович Трутнев), der Namibia besuchte, betonte, dass die Kooperation „nicht nur auf die Uranförderung beschränkt“ sei, sondern auch gemeinsame Projekte in den Bereichen Kernenergie und Nuklearmedizin umfasse. Russlands Interesse an Namibia gilt nicht nur dessen Uranvorkommen, sondern auch dessen strategischer geografischer Lage an der Atlantikküste und den Hafeninfrastrukturen, die für kommerzielle und logistische Aktivitäten von Bedeutung sind.
Diese Zusammenarbeit markiert eine mögliche neue Phase in der Energiestrategie Namibias und spiegelt gleichzeitig wider, wie Russland auf dem afrikanischen Kontinent, der zunehmend im Fokus großer Mächte steht, durch die Erschließung kritischer Ressourcen und Kooperationen in Hochtechnologie seine Einflusssphäre festigen und ausbauen will.









