de.wedoany.com-Bericht: Wissenschaftliche Belege zeigen, dass Wärmepumpen in der Energieeffizienz Gaskesseln überlegen sind. Eine aktuelle Studie des britischen Unternehmens Bellway in Zusammenarbeit mit der University of Salford ergab, dass Luftwärmepumpen in Neubauten mehr als viermal so effizient arbeiten können wie herkömmliche Gaskessel. Dies zeigt ihr Potenzial zur Emissionsreduzierung und zur Unterstützung der Netto-Null-Transformation.
Das Experiment wurde im Energy House 2.0 Klimatestlabor der University of Salford durchgeführt. Bellway errichtete dort ein vollständig ausgestattetes Dreizimmerhaus, das den vorgeschlagenen zukünftigen Wohnstandards (Future Homes Standard) entspricht. Die Forscher testeten die Leistung des kohlenstoffarmen Heizsystems unter verschiedenen Wetterbedingungen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Luftwärmepumpe in Kombination mit einer Fußbodenheizung im Erdgeschoss und Heizkörpern im Obergeschoss bei einer typischen Wintertemperatur von 5 °C pro verbrauchter Energieeinheit 4,71 Einheiten Wärme erzeugt. Herkömmliche Gaskessel haben einen Wirkungsgrad von etwa 90 %, d. h. sie produzieren maximal 0,9 Einheiten Wärme pro Energieeinheit. Die Studie wies zudem darauf hin, dass die täglichen Heizkosten bei effizientem Betrieb auf bis zu 1,19 Pfund sinken können. Selbst bei kälteren Bedingungen von -5 °C erzeugt das System pro Energieeinheit noch 2,98 Einheiten Wärme.
Die Forscher fanden heraus, dass die nachhaltigste und effizienteste Methode darin besteht, die Wärmepumpe bei niedrigen Temperaturen kontinuierlich laufen zu lassen und die Leistung morgens, abends oder bei extremer Kälte zu erhöhen. Dies unterscheidet sich deutlich von der üblichen bedarfsgesteuerten Heizweise herkömmlicher Gaskessel. Jamie Bursnell, Leiter für Technologie und Innovation bei Bellway, betonte, dass die Studie zeige, dass Neubauten kohlenstoffarme und kostengünstige Heizlösungen bieten könnten, ohne hohe Nachrüstkosten (die Zehntausende von Pfund betragen könnten) zu verursachen. Er fügte hinzu, dass Neubauten, die nach den zukünftigen Wohnstandards errichtet werden, eine entscheidende Rolle bei der Reduzierung des britischen CO₂-Fußabdrucks spielen werden, während das Stromnetz auf Netto-Null zusteuert. Professor Will Swan, Direktor des Energy House Labs der University of Salford, erklärte, dass diese Zusammenarbeit zeige, wie wichtig die Einhaltung der richtigen Methodik sei und welche praktischen Vorteile dies in Bezug auf Effizienz und Nutzerwert bringe.
Da der Future Homes Standard voraussichtlich 2027 in Kraft tritt, bietet diese Studie wertvolle Erkenntnisse darüber, wie kohlenstoffarme Heizsysteme in Zukunft dazu beitragen können, Haushaltsemissionen zu reduzieren und den Energieverbrauch zu senken.
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