de.wedoany.com-Bericht: Bangladesch hat die Einrichtung der ersten Freihandelszone des Landes genehmigt, um die Exportlieferzeiten zu verkürzen und ausländische Lieferanten anzuziehen, wodurch seine Position als regionales Logistik- und Handelszentrum gestärkt werden soll. Der Wirtschaftskabinettsausschuss hat grundsätzlich die Einrichtung von Freihandelszonen in der Nähe des geplanten Tiefseehafens Matarbari in Cox’s Bazar sowie in Anwara nahe Chittagong genehmigt.
Nach Angaben von Beamten umfassen die beiden Freihandelszonen eine geplante Fläche von rund 600 Acres. Die Entwicklung der Zone in Anwara soll voraussichtlich noch in diesem Jahr beginnen, während die Zone in Matarbari für den Zeitraum 2030 bis 2033 geplant ist, parallel zum Ausbau des Tiefseehafens. Diese Zonen sollen Handels-, Logistik- und Produktionsaktivitäten unterstützen und die Rolle des Landes als regionales Handels- und Umschlagplatz stärken.
Die Freihandelszonen werden außerhalb des Zollgebiets betrieben. Investoren können zollfrei Rohstoffe und Maschinen importieren, diese einer Wertschöpfung unterziehen und anschließend wieder exportieren. Bei einem Verkauf auf dem Inlandsmarkt fallen die entsprechenden Zölle an. Lagerdienstleistungen werden voraussichtlich eine wichtige Einnahmequelle darstellen. Ausländische Lieferanten können zollfreie Rohstoffe in der Zone lagern und diese nach Bedarf an Exporteure in Bangladesch und den Nachbarländern liefern, wodurch die Exportlieferzeiten verkürzt werden.
Politikgestalter sehen in diesem Modell eine Weiterentwicklung der traditionellen Exportverarbeitungszonen, die Bangladesch an globale Erfolgsmodelle wie die Jebel Ali Free Zone in Dubai sowie die Freihandelssysteme in Vietnam und Thailand anbindet. Die Freihandelszonen sollen Leichtindustrie, Logistikbetreiber, regionale Distributionszentren sowie multinationale Unternehmen anziehen, die planen, in Südasien eine Lieferketten-Basis aufzubauen.
Wirtschaftswissenschaftler und Wirtschaftsführer betonen, dass die Fähigkeit des Tiefseehafens Matarbari, große Schiffe abzufertigen, sowie die Nähe des Standorts Anwara zu Chittagong, dem Karnaphuli-Tunnel, dem internationalen Flughafen und den bestehenden Exportverarbeitungszonen die Attraktivität für Investoren erheblich steigern. Gleichzeitig weisen sie auf die Notwendigkeit begleitender Infrastruktur-Aufwertungen hin, darunter der Ausbau wichtiger Autobahnen sowie rechtzeitige rechtliche und regulatorische Anpassungen, um den Betrieb der neuen Freihandelszonen voranzutreiben.
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