Madagaskar Yas erweitert Kommunikationsnetze im Senegal und in Kenia
2026-07-14 15:28
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de.wedoany.com-Bericht: Die senegalesische Sonatel hat kürzlich die Modernisierung der Satelliten-Bodenstation Gandoul abgeschlossen. Auf einer Fläche von rund fünf Hektar wurden 16 Antennen der neuen Generation für niedrig fliegende Satelliten installiert und ein Technikraum nach Tier-III-Standard errichtet. Die neuen Anlagen sind an das OneWeb-Niedrigorbit-Satellitennetzwerk der französischen Eutelsat-Gruppe angebunden und verbinden die Satellitenkonstellation mit dem bestehenden terrestrischen Kommunikationsnetz im Senegal, um Hochgeschwindigkeits-Internetdaten für den lokalen Markt und andere westafrikanische Märkte zu übertragen.

Das in Betrieb genommene Satellite Portal Network ist das terrestrische Gateway des OneWeb-Niedrigorbit-Satellitensystems. Kommunikationssignale von den Satelliten werden über die 16 Antennen empfangen und gesendet und anschließend über den Technikraum an das Glasfaser-Backbone-Netzwerk, Unterseekabel und andere terrestrische Netze weitergeleitet. Im Gegensatz zu Satellitenempfangsgeräten, die nur für Endnutzer bestimmt sind, übernimmt diese Einrichtung den großvolumigen Datenaustausch zwischen der Niedrigorbit-Satellitenkonstellation und den regionalen Kommunikationsnetzen und stellt einen wichtigen grundlegenden Knotenpunkt dar, über den Satelliteninternet in die Netze lokaler Betreiber eingespeist wird.

Die Bodenstation Gandoul ist keine neu errichtete Kommunikationsstation, sondern wurde auf Basis eines bestehenden Satellitenkommunikationsknotens um die Anbindungsfähigkeit für niedrig fliegende Satelliten erweitert. Die Station befindet sich in der Region Thiès im Senegal, wurde 1972 in Betrieb genommen und hat seit langem Aufgaben der internationalen Satellitenkommunikation und digitalen Konnektivität übernommen. Aufgrund ihrer relativ freien Sicht auf das Meer, geringer elektromagnetischer Störungen und der Nähe zu Dakar sowie der wichtigsten digitalen Infrastruktur des Senegals wird sie weiterhin für den Bau eines neuen Satelliten-Gateways genutzt.

Um die Kommunikationskontinuität zu gewährleisten, wurden die neuen Anlagen mit einer sicheren Stromversorgungsinfrastruktur, redundanten Systemen und Hochgeschwindigkeits-Glasfaserverbindungen ausgestattet. Das Satelliten-Gateway ist zudem mit den von Sonatel betriebenen Unterseekabeln, dem nationalen Backbone-Netz und internationalen terrestrischen Netzen verbunden, sodass Daten je nach Netzwerkzustand zwischen Satelliten- und Glasfaserpfaden übertragen werden können. Diese hybride Vernetzung trägt dazu bei, die internationalen Kommunikationsausgänge zu erweitern und bei Ausfällen bestimmter Leitungen alternative Verbindungspfade bereitzustellen.

Niedrig fliegende Satelliten befinden sich näher an der Erdoberfläche und können ergänzende Verbindungen in Gebieten bereitstellen, die von herkömmlichen Glasfaser- und Mobilfunknetzen nur schwer abgedeckt werden. Allerdings benötigen Dienste niedrig fliegender Satelliten weiterhin das Zusammenspiel von terrestrischen Gateways, Glasfaser-Rückverbindungen, Stromversorgungssystemen und Netzwerkkontrollinfrastruktur. Die 16 neu hinzugefügten Antennen und der Tier-III-Technikraum des Gandoul-Projekts schließen eine entscheidende Lücke in der Verbindung der OneWeb-Konstellation mit terrestrischen Netzen in Westafrika und erweitern gleichzeitig die Kapazität des Senegals zur Übertragung grenzüberschreitender Satellitendaten.

Dieses Projekt ist Teil des senegalesischen Digitalinfrastrukturplans „New Deal Technologique", dessen Ziele die Verbesserung des Breitbandzugangs, die Stärkung der Netzresilienz und die Diversifizierung internationaler Kommunikationswege umfassen. Sonatel erklärte, dass das Gateway in Gandoul nicht nur für den senegalesischen Markt bestimmt sei, sondern auch Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Nachbarländer mit Konnektivität unterstützen werde, wodurch sich die Bodenstation zu einem regionalen Knotenpunkt für Satellitenkommunikation und Glasfasernetze in Westafrika weiterentwickeln könne.

Derzeit hat Sonatel weder die Investitionssumme für diese Modernisierung noch die geplante Kapazität des Satelliten-Gateways oder die konkreten Servicekunden bekannt gegeben. Klar ist jedoch, dass die 16 Satellitenantennen, der Tier-III-Technikraum, die redundante Stromversorgung und die Hochgeschwindigkeits-Glasfaserverbindungen bereits installiert wurden. Die Bodenstation Gandoul wurde damit von einer traditionellen Satellitenkommunikationseinrichtung zu einer integrierten Kommunikationsinfrastruktur aufgewertet, die niedrig fliegende Satelliten, Unterseekabel und terrestrische Backbone-Netze miteinander verbindet.

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