de.wedoany.com-Bericht: Nach der fast sechsmonatigen Modernisierung ist die Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg wieder vollständig in den regulären Zugbetrieb zurückgekehrt. Hitachi Rail unterstützte als Projektpartner die technische Erneuerung der Strecke. Diese ist ein zentraler Bestandteil des europäischen Rhein-Donau-Korridors für den grenzüberschreitenden Verkehr nach Österreich und Teil der Pläne der DB InfraGO, bis 2036 über 40 Bahnkorridore zu modernisieren.

Um den Streckenbetrieb stabiler, leistungsfähiger und flexibler zu gestalten, hat Hitachi Rail acht bestehende elektronische Stellwerke entlang der Strecke aufgerüstet und die Signaltechnik umfassend angepasst. Im Rahmen des Projekts wurden außerdem die Steuerungs- und Betriebssysteme des Münchner Leitbereichs (einschließlich des Unterzentrums Neumarkt) migriert und neue „ETCS-fähige“ Achszählsysteme (Europäisches Zugbeeinflussungssystem) installiert. Projektleiter Hannes Beck betonte, dass die neue Leit-, Steuerungs- und Signaltechnik eine entscheidende Grundlage für die anschließende digitale Modernisierung darstellt.
Die eingesetzten ETCS-Achszähler und modernen elektronischen Stellwerke sind ein wichtiger Schritt für die Interoperabilität des europäischen Schienenverkehrs und bilden die langfristige Grundlage für die Ablösung älterer Zugbeeinflussungssysteme wie PZB (Punktförmige Zugbeeinflussung). Diese Modernisierung entspricht der Gesamtstrategie der DB InfraGO, das stark belastete Bestandsnetz schrittweise zu digitalen Hochleistungskorridoren auszubauen. Im selben Bereich steht Hitachi Rail im Wettbewerb mit Anbietern wie Siemens Mobility und Alstom; ihre Leit-, Steuerungs- und Signaltechnik kommt seit Juni 2026 auch bei der Sanierung des angrenzenden Korridorabschnitts Obertraubling–Passau zum Einsatz.









