Airbus und die RWTH Aachen haben kürzlich das Kooperationsprojekt GENtwoPRO gestartet, das darauf abzielt, skalierbare Brennstoffzellentechnologie zu entwickeln, um Regionalflugzeuge mit Wasserstoffantriebslösungen auszustatten. Das Projekt baut auf dem von Airbus früher demonstrierten 1,2-Megawatt-Brennstoffzellen-Antriebssystem auf und konzentriert sich auf ein modulares Design, um es an verschiedene Flugzeugplattformen anzupassen.
GENtwoPRO vereint drei Schlüsseltechnologien: Brennstoffzellensysteme, Wasserstoffspeicherung und elektrischen Antrieb. Durch das modulare Stapeln von Zellen und Tanks soll eine Skalierung von Regionalflugzeugen hin zu größeren Flugzeugtypen ermöglicht werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat einen Teil der Finanzierung bereitgestellt, und das Unternehmen Air Liquide Advanced Technologies ist an Tests zur Verflüssigung von Wasserstoff beteiligt, um gemeinsam Innovationen in der Wasserstoffluftfahrt voranzutreiben.
Die Wahl von Regionalflugzeugen als Ausgangspunkt basiert auf ihrer geringeren technologischen Hürde, den Vorteilen beim Markteintritt und einem schnelleren regulatorischen Abstimmungsprozess. Diese Strategie trägt dazu bei, Flugemissionen zu reduzieren und die Grundlage für die Zertifizierung künftiger Großraumflugzeuge zu schaffen. Das Projekt wird voraussichtlich die Betriebskosten senken, das Wachstum der Lieferkette fördern und die Wettbewerbsfähigkeit Europas im Bereich der Wasserstofftechnologie stärken.
Trotz Herausforderungen wie einer unausgereiften Lieferkette für grünen Wasserstoff und unzureichender Infrastruktur hat GENtwoPRO einen schrittweisen Plan von der Demonstration bis zu Bodentests entwickelt. Durch die Bewältigung der Herausforderungen skalierbarer Brennstoffzellen und kryogener Speichertechnologie zielt das Projekt darauf ab, ein europäisches Wasserstoff-Ökosystem aufzubauen und die langfristige Entwicklung der Wasserstoffluftfahrt zu unterstützen.









