Das US-amerikanische Kernbrennstoffunternehmen Cameco und die deutsche Siemens Energy haben offiziell eine Vereinbarung unterzeichnet, um gemeinsam in Almelo, Niederlande, ein neues Uranbrennstoffwerk zu errichten. Dies wird die erste neue Uranbrennstoffproduktionsanlage in den Niederlanden seit 70 Jahren sein. Sie zielt darauf ab, die autonome Brennstoffversorgung Europas für bestehende und zukünftige neue Kernreaktoren (einschließlich kleiner modularer Reaktoren, SMR) zu stärken. Das Ziel ist der Betriebsbeginn Anfang der 2030er Jahre.

Das Projekt ist eine wichtige Initiative der EU zur Förderung der Autonomie der Energieversorgungskette. Die neue Anlage wird nicht nur Brennstoff für bestehende Druckwasserreaktoren herstellen, sondern soll auch die Fähigkeit besitzen, hochangereichertes niedrig angereichertes Uran (HALEU) zu produzieren, um den technischen Anforderungen fortschrittlicher Reaktoren gerecht zu werden. Diese Maßnahme zielt direkt darauf ab, die Abhängigkeit Europas von bestimmten externen Lieferanten zu verringern und durch den Aufbau einer modernen Brennstoffproduktionslinie in Europa selbst die Grundlage für seine nukleare Wiederbelebung zu festigen.
Der Bau soll 2027 beginnen und in der Anfangsphase voraussichtlich etwa 100 hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Diese Zusammenarbeit markiert, dass Europa, angetrieben sowohl durch internationale Geopolitik als auch durch die Energiewende, durch die Anziehung internationalen Industriekapitals und Schlüsseltechnologien systematisch die Integrität und Sicherheit seiner nuklearen Lieferkette stärkt.









