Spanien startet Anhörung zur dritten Teilrevision des Übertragungsnetz-Entwicklungsplans mit Investitionen von 607 Millionen Euro
2026-05-25 16:12
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Das spanische Ministerium für ökologischen Wandel und demografische Herausforderungen (Miteco) hat das Anhörungsverfahren für die dritte Teilrevision des „Entwicklungsplans für das Übertragungsnetz 2021–2026" eingeleitet. Der Vorschlag zielt darauf ab, die Resilienz des Stromsystems zu stärken und die Stromkosten für die Verbraucher zu senken.

Revision des Übertragungsnetz-Entwicklungsplans geht in die öffentliche Anhörung

Die Revision sieht eine Reihe von Maßnahmen vor, um das Management der Energieflüsse zwischen Nord- und Südspanien zu optimieren, die Pufferkapazität gegenüber Schwankungen im europäischen Stromsystem zu erhöhen und die Spannungsregelung zu verbessern. Das geplante Investitionsvolumen beläuft sich auf 607 Millionen Euro, was nach Schätzungen des Vorschlags zu jährlichen Einsparungen von rund 400 Millionen Euro führen könnte.

Die spanischen Rechtsvorschriften für den Stromsektor erlauben mindestens alle zwei Jahre eine Teilrevision des geltenden Übertragungsnetz-Entwicklungsplans, sofern wirtschaftliche Effizienzgründe oder andere Ursachen vorliegen. Diese Revision wurde vom Netzbetreiber beantragt, um die Abhängigkeit von technischen Beschränkungsmechanismen zu ergänzen und zu verringern – die Kosten für diesen Mechanismus beliefen sich im Jahr 2025 auf 3,351 Milliarden Euro.

Die Kernmaßnahmen des Vorschlags konzentrieren sich darauf, die Einsatzhäufigkeit von Gas-und-Dampf-Kombikraftwerken bei der Erbringung bestimmter technischer Dienstleistungen zu reduzieren. Diese Änderung trägt dazu bei, die Endverbraucherpreise zu senken, die Importe fossiler Brennstoffe zu verringern und die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Konkret sieht der Plan die vollständige Integration von vier e-STATCOM-Kompensatoren im Netz vor. Diese Geräte dienen speziell der verbesserten Dämpfung von Inter-Oszillationen zwischen Regionen – ein häufiges Phänomen im europäischen Stromsystem. Der Netzbetreiber schätzt, dass diese Maßnahme jährliche Einsparungen von über 150 Millionen Euro ermöglicht. Darüber hinaus schlägt die Revision die Installation von 28 neuen Drosselspulen und die Erneuerung von vier weiteren vor, um die Spannungsregelung im Netz zu optimieren. Diese Eingriffe sollen jährliche Einsparungen von mehr als 250 Millionen Euro bringen.

Neben den neuen Anlagen umfasst die Revision auch Anpassungen an Umspannwerken und Netzstandorten, die mit bereits in der zweiten Teilrevision berücksichtigten Elementen zusammenhängen. Die zweite Revision wurde im Juli 2025 genehmigt, und die neuen Maßnahmen ergänzen den im Zuge der Implementierung fortschrittlicher Technologien festgestellten Bedarf. Mit dieser dritten Revision steigt das Gesamtinvestitionsvolumen der Stromnetzplanung mit dem Zielhorizont 2026 auf 8,81 Milliarden Euro. Interessierte Parteien können bis zum 11. Juni Stellungnahmen und Einsprüche per E-Mail an bzn-PlanificacionH26@miteco.es einreichen, wobei im Betreff „MAP-3-2026" anzugeben ist.

Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.

E-Mail: news@wedoany.com