Hapag-Lloyd und DP World erweitern Hafenkooperation in Afrika – langfristige Terminalkapazitäten für drei Häfen gesichert
de.wedoany.com-Bericht: Am 14. September haben Hapag-Lloyd und DP World eine langfristige Kooperationsvereinbarung getroffen, um ihre Terminalzusammenarbeit in afrikanischen Häfen auszuweiten. Dem Abkommen zufolge erhält Hapag-Lloyd langfristige Terminalabfertigungskapazitäten in drei von DP World betriebenen Häfen: Dakar (Senegal), Luanda (Angola) und Daressalam (Tansania). Darüber hinaus werden beide Seiten den Ausbau der Hafeninfrastruktur im Hafen Banana (Demokratische Republik Kongo) und im Hafen Maputo (Mosambik) unterstützen. Der Schwerpunkt dieser Zusammenarbeit liegt darauf, für das kontinuierlich wachsende Containergeschäft von Hapag-Lloyd in Afrika langfristige Hafenabfertigungskapazitäten zu sichern.

Das Vertragsmodell ist nicht als reiner Terminaldienstleistungseinkauf angelegt. Hapag-Lloyd wird den betreffenden Häfen stabile Containervolumina bereitstellen, während DP World dem Unternehmen langfristige, planbare Terminalkapazitäten zur Verfügung stellt; Banana und Maputo wurden zudem in den Umfang des späteren Infrastrukturausbaus einbezogen. Öffentlich zugängliche Informationen enthalten derzeit keine Angaben zur Vertragslaufzeit, zu den konkreten Mindestumschlagsmengen der einzelnen Häfen, zu den Servicepreisen oder zu den konkreten Kapitalinvestitionen beider Seiten in die Ausbauarbeiten.
Die drei bereits in Betrieb befindlichen Häfen liegen in Westafrika, Südwestafrika und Ostafrika. Der Hafen Dakar fungiert als Knotenpunkt im Westafrika-Netz von Hapag-Lloyd, Luanda verbindet Angola und die umliegenden Hinterlandmärkte, und Daressalam bedient Tansania sowie die Frachtströme ins ostafrikanische Hinterland. Die neuesten Afrika-Betriebsinformationen von Hapag-Lloyd zeigen, dass Dienste wie EA2 und EAS4 Daressalam bereits abdecken und das Westafrika-Servicenetz weiterhin Häfen wie Dakar und Luanda bedient.
Hinsichtlich der neu hinzukommenden Infrastruktur ist der Hafen Banana ein in der Demokratischen Republik Kongo vorangetriebenes Tiefwasserhafenprojekt, das künftig als neues Seetor des Landes dienen soll; Maputo ist der wichtigste Container- und integrierte Logistikknotenpunkt Mosambiks. Öffentlich zugängliche Informationen von DP World zeigen, dass der bestehende Containerterminal in Maputo über eine Kailänge von etwa 330 Metern und eine Wassertiefe von 12 Metern verfügt und mit 3 mobilen Hafenkränen, 6 Rubber-Tyred-Gantry-Kränen und 4 Bahnnebengleisen ausgestattet ist; Hapag-Lloyd läuft diesen Terminal derzeit bereits mit eigenen Diensten an.
Hapag-Lloyd erwartet, dass sein afrikanisches Containertransportvolumen im Jahr 2026 erstmals 1 Million TEU überschreiten wird. Das Unternehmen erklärt, Afrika sei einer seiner am schnellsten wachsenden Märkte, und es werde das Streckennetz sowie die Terminalressourcen weiter ausbauen. Die Zusammenarbeit mit DP World umfasst keine direkte Übernahme von Anteilen an den genannten Terminals durch Hapag-Lloyd, sondern sichert über langfristige Abfertigungskapazitätsvereinbarungen und Hafeninfrastrukturkooperationen Terminalkapazitäten für künftiges Wachstum auf den Afrikarouten.
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