BID Invest hat die Koordinierung eines 420 Millionen US-Dollar schweren Fremdkapitalfinanzierungspakets angekündigt, um das grüne Wasserstoff-Düngemittelprojekt von Atome Paraguay in Villeta, Paraguay, zu unterstützen. Das Projekt mit einem geschätzten Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 650 Millionen US-Dollar wird Paraguays erste Produktions- und Exportanlage für Düngemittel auf Basis von grünem Wasserstoff sein und zählt zu den größten privaten Investitionen in der Geschichte des Landes.
Der Beitrag von BID Invest beläuft sich auf etwa 156 Millionen US-Dollar, einschließlich eines Senior-Darlehens in Höhe von 95 Millionen US-Dollar, einer Standby-Akkreditivfazilität von 31 Millionen US-Dollar und eines Vorzugsdarlehens in Höhe von 30 Millionen US-Dollar aus dem kanadischen Zero Emission Netting and Climate Resilience Acceleration Fund. Die Institution fungierte zudem als globaler Finanzkoordinator und größter Einzelkreditgeber dieser Finanzierungsrunde.
Das Finanzierungspaket wurde mit Beratung durch Natixis Corporate & Investment Banking strukturiert. Zu den weiteren Teilnehmern zählen die International Finance Corporation (IFC), die Europäische Investitionsbank (EIB), die niederländische Entwicklungsbank FMO und der Green Climate Fund (GCF).
Die Anlage wird Paraguays 100 % erneuerbare Wasserkraftressourcen nutzen, um grünen Wasserstoff zu produzieren und diesen in Düngemittel für den regionalen Export umzuwandeln. Die prognostizierte Jahresproduktion liegt bei etwa 262.460 Tonnen, wovon schätzungsweise 90 % nach Paraguay, Argentinien und Brasilien exportiert werden sollen, um die landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten in diesen Regionen zu stärken.
Atome bezeichnet das Villeta-Projekt als sein Flaggschiffprojekt in Paraguay. Es wurde 2022 angekündigt, ist mit einer Stromversorgung von 145 Megawatt verbunden und zielt auf die industrielle Produktion von kohlenstoffarmem Düngemittel ab. Das Unternehmen gibt an, dass die Anlage voraussichtlich 2028 in Betrieb gehen wird, dass die FEED-Technologie-Designstudie abgeschlossen ist, der EPC-Vertrag unterzeichnet wurde und Abnahmevereinbarungen für 100 % der Produktion getroffen wurden.









