Die California Public Utilities Commission (CPUC) hat kürzlich einen vorläufigen Entscheidungsentwurf veröffentlicht, in dem sie empfiehlt, den Antrag der Southern California Gas Company (SoCalGas) für das Angeles Link Pipeline-Projekt abzulehnen. Der Antrag sah vor, Gas-Kunden 266 Millionen US-Dollar für Forschung und Planung einer Wasserstoffpipeline in Rechnung zu stellen. Die endgültige Abstimmung wird in den kommenden Monaten erwartet. Falls der Entwurf angenommen wird, müsste SoCalGas das Projekt entweder vollständig aufgeben oder die Entwicklung aus Eigenkapital finanzieren.
Das Angeles Link-Projekt zielt darauf ab, Wasserstoff von Südkalifornien in das Los Angeles-Becken zu transportieren. Organisationen wie der Sierra Club kritisierten, dass sich die Kosten von ursprünglich 92 Millionen US-Dollar im ersten Antrag auf 266 Millionen US-Dollar erhöht haben. Grüner Wasserstoff erfordert große Mengen spezieller erneuerbarer Energie, die direkt fossile Brennstoffe ersetzen könnten. Der Sierra Club hinterfragte den Plan von SoCalGas, Kunden zu belasten, und wies darauf hin, dass die Kunden möglicherweise nicht davon profitieren.
Die Entscheidung der CPUC stellt fest, dass SoCalGas die konkreten Vorteile für die Nutzer nicht klar darlegen konnte und eine Kostenfreigabe in der Planungsphase verfrüht wäre. Die explodierenden Projektkosten und die Unsicherheiten machen es auch für das Los Angeles Department of Water and Power unvorsichtig, sich für sein Wasserstoffumwandlungsprojekt auf diese Pipeline zu verlassen. Julia Dowell, Senior Campaign Organizer beim Sierra Club, sagte: „Erschwinglichkeit sollte im Mittelpunkt der Energiediskussion stehen. Der Einsatz von Wasserstofftechnologie ist riskant und unnötig. Es ist richtig, dass die Kommission den Versuch von SoCalGas, Kunden zu belasten, ablehnt. Wir hoffen, dass die Kosten auf die Aktionäre und nicht auf die arbeitenden Kunden abgewälzt werden.“
Der Sierra Club ist eine bedeutende US-amerikanische Umweltorganisation, die sich für saubere Energie und die Gesundheit der Gemeinden einsetzt. Die Zukunft des Angeles Link-Projekts als Wasserstoffinfrastrukturprojekt hängt von der endgültigen Entscheidung der kalifornischen Regulierungsbehörde ab und unterstreicht die Abwägung zwischen Kosten und Nutzen im Rahmen der Energiewende.









